Ausbau der Klostergasse

Massive Schäden machen die Klostergasse zur Buckelpiste. Eine Komplettsanierung ist überfällig. Wenn der Haushalt den nötigen Spielraum hergibt, sollen schon im nächsten Jahr Bagger anrollen. Bild: jr
Politik
Waldershof
17.12.2015
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Tiefe Risse hier, Buckelpisten dort. Manchmal trifft beides sogar zusammen. Zahlreiche Straßen in Waldershof sind dringend sanierungsbedürftig. Am Mittwoch stimmte der Stadtrat geschlossen für eine Kompletterneuerung der Klostergasse. Losgehen soll es im nächsten Jahr.

Im Stadtrat herrscht seit Langem Konsens, jährlich zumindest eine Straße zu erneuern. Daten liefert anhand eines Straßenkatasters das Tiefbau-Ingenieurbüro Harald Götz. Bei der Rangfolge zählt nicht nur der Zustand, sondern auch die Verkehrsbedeutung. Bürgermeisterin Friederike Sonnemann: "Die Kombination der beiden Kriterien ist ausschlaggebend für die Dringlichkeit der Maßnahme."

Gemäß dieser Einordnung läge es nahe, den Ausbau der Straße "Am Damm" im nächsten Jahr vorzusehen, erläuterte Sonnemann. In der Zustandsbewertung rangiere diese Straße zwar "nur" an sechster Stelle, jedoch sei deren Verkehrsbedeutung wesentlich höher einzustufen. "Wir machen aber darauf aufmerksam, dass es sich bei dieser Straße um eine Haupterschließungsstraße handelt und der verbleibende Eigenanteil der Stadt - also nach Abzug der Anliegerbeiträge - grundsätzlich förderfähig ist." Die Bürgermeisterin riet: "Wir sollten auf den Zuschuss nicht verzichten und deshalb den Ausbau frühestens 2017 vorsehen. "Sofern bis dahin nicht eine andere Straße als noch dringlicher eingestuft werde. Für die Erneuerung einer Anliegerstraße gebe es keine Zuschüsse. Sonnemann empfahl den Ausbau der Klostergasse. Kosten: rund 204 500 Euro. Kanal- und Wasserleitungen müssten natürlich untersucht und gegebenenfalls erneuert werden, was zu zusätzlichen Kosten führe. Grundsätzlich greife bei einem Teil der Klostergasse die Städtebauförderung. Die Stadt will nun versuchen, die komplette Straße ins Städtebauförderprogramm zu bekommen. Was die betroffenen Anwohner dabei am meisten interessiert, sind die Umlagebeiträge, die auf sie zukommen. Hier machte Kämmerer Harald Fischer klar: "Umzulegen ist ein Standardausbau." Alles was darüber hinausgehe (etwa schmuckes Pflaster), werde gefördert. Die Anwohner würden daher gleich stark belastet - egal in welchem Teil der Klostergasse sie wohnen. Da mehrere Stadträte entweder selbst oder nahe Angehörige in der Klostergasse ihr Zuhause haben, durften sie weder an der Beratung noch Abstimmung teilnehmen. Die verbleibenden neun Räte stimmten geschlossen für die Kompletterneuerung der Klostergasse. Mario Rabenbauer (CSU) hatte vorher kritisiert: "Eigentlich hätte sich der Stadtrat doch vor einer Entscheidung die Straßen anschauen sollen." Er pochte auf einen Ortstermin. Den soll es im Frühjahr geben, wenn das Gremium vom Ingenieurbüro Götz eine aktualisierte Liste zum Straßenzustandsbericht erhält.
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