Bürgermeisterin Friederike Sonnemann fordert weiterhin Solidarität ein - Gespräch mit Landrat ...
Zahl der Asylbewerber deutlich begrenzen

Politik
Waldershof
18.02.2016
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"Ich habe der Regierung klar gemacht, dass die Zahl der Asylsuchenden erheblich gesenkt werden muss", berichtet Bürgermeisterin Friederike Sonnemann nach einem Gespräch mit Landrat Wolfgang Lippert, Kewog-Geschäftsführer Bernd Büsching und zwei Vertretern der Bezirksregierung über den geplanten Bau einer Gemeinschaftsunterkunft für 150 Flüchtlinge in Waldershof. Sie habe die Ängste, Sorgen und Nöte der Waldershofer Bevölkerung ernstzunehmen. "Ich habe daher den Landkreis aufgefordert, auch nach anderen Lösungen zur Unterbringung von Asylbewerbern Ausschau zu halten." Einmal mehr habe sie an die Solidarität aller Landkreiskommunen appelliert, Flüchtlinge aufzunehmen. Derzeit leben 24 Flüchtlinge in Waldershof. "Wir helfen gerne, aber in einem vertretbaren Rahmen." Im Gespräch habe sie auch den Schritt verteidigt, früh mit Informationen an die Öffentlichkeit zu gehen. "Was wäre denn gewesen, wenn wir einen Stadtratsbeschluss gefasst und dann erst die Menschen informiert hätten." Im Gespräch mit unserer Zeitung kündigte sie für März eine Bürgerversammlung an, in der die Kewog die Pläne für den Neubau der Gemeinschaftsunterkunft präsentieren könne. Sie hoffe auf eine einvernehmliche Lösung und die Unterstützung durch Landrat Wolfgang Lippert. Der Kewog riet sie, auch in anderen Kommunen Ausschau nach Grundstücken für Asylbewerber-Unterkünfte zu halten. "Ich will eine vernünftige Regelung für die Menschen erreichen." Ein Problem sieht die Bürgermeisterin darin, dass die Gemeinschaftsunterkunft in Waldershof in zentraler Lage entstehen soll. Auf NT-Nachfrage, wie Landrat, Kewog und Bezirksregierung reagiert hätten, sagte Bürgermeisterin Sonnemann: "Sie haben zugesagt, unsere Anliegen zu prüfen."

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