Debatte um Asylbewerberunterkunft
Bürgermeisterin Sonnemann sieht Frieden gefährdet

Politik
Waldershof
28.01.2016
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Die geplante Gemeinschaftsunterkunft für über 150 Asylsuchende mobilisiert: Am Donnerstagabend kamen rund 250 Bürger in die Aula der Jobst-vom-Brandt-Schule, um zu hören, wie die Stadträte zu dem Vorhaben stehen. Gast der Stadtratssitzung war auch Landrat Wolfgang Lippert. Er stellte klar, dass das Landratsamt mit dem Projekt wenig zu tun habe. Denn Investor sei die Kewog, die für die Regierung der Oberpfalz baue.

Die Stadtratssitzung begann mit einem Paukenschlag: Adolf Heib übergab eine Liste mit 570 Unterschriften an Bürgermeisterin Friederike Sonnemann. Die Unterzeichner wenden sich gegen den Bau einer Gemeinschaftsunterkunft mit 150 Plätzen unmittelbar hinterm Waldershofer Seniorenheim.

Bürgermeisterin Friederike Sonnemann (SPD) fürchtete um den Frieden in der Stadt. "Eine zentrale Unterbringung von mindestens 150 Menschen inmitten der Stadt - das lehne ich ab." Ein Nein kam auch von SPD-Fraktionssprecher Gerhard Greger. Mario Rabenbauer (CSU/Wählerbund) erkundigte sich nach den Einflussmöglichkeiten des Stadtrats und verlangte ausreichend Personal in der Unterkunft, "sonst kann man uns das nicht überstülpen". Gisela Kastner (Freie Wähler) bat darum, nach Alternativen zu suchen. Auf alle Fälle müsse der Stadtrat geschlossen auftreten und Lösungen finden. Bürgermeisterin Friederike Sonnemann ließ anklingen, notfalls auch zu juristischen Mitteln zu greifen, um die Unterkunft in der geplanten Größe zu verhindern.
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