Debatte um die richtige Form der Würdigung - Gisela Kastner (Freie Wähler) erreicht Konsens - ...
"Das Ehrenamt ist aller Ehren wert"

Politik
Waldershof
18.12.2015
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Eine leidenschaftliche Debatte zog ein Antrag der Stadtratsfraktion von CSU und Wählerbund nach sich. Sie möchten die Leistungen ehrenamtlicher Engagierter besser gewürdigt wissen. Geschehen soll das in einem Ehrenamtsempfang. Letztlich verständigten sich die Räte darauf, dass sich Vertreter aus allen Fraktionen zusammensetzen und ein Konzept ausarbeiten.

"Die ehrenamtliche Arbeit ist ein lebenswichtiger Stützpfeiler der Gesellschaft, speziell auch bei uns in Waldershof", hatte CSU-/WB-Fraktionssprecher Mario Rabenbauer im Antrag geschrieben. Je zwei Vertreter aller Waldershofer Vereine und Verbände, die ehrenamtlich aktiv sind, sollen durch die Stadt jedes Jahr zu einem Ehrenamtsempfang eingeladen werden, so der Antrag. Rabenbauer: "Der neu einzuführende Ehrenamtsempfang soll zum einen das große Angebot und Engagement der Waldershofer Vereine und Gruppierungen darstellen, andererseits auch eine öffentliche Anerkennung dieser für die Gesellschaft so wichtigen Arbeit sein." Beispielsweise hätten die Vereine hier eine Möglichkeit sich selbst und ihre Arbeit vorzustellen, führte Rabenbauer aus. Auch könnten fachlich geeignete Referenten und Mandatsträger eingeladen werden. Zudem wäre der Empfang eine Kommunikationsplattform. Die möglichen Kosten für den Empfang bezifferte Mario Rabenbauer mit 1000 Euro. Bürgermeisterin Friederike Sonnemann pflichtete bei, ehrenamtliche Arbeit sei wichtig und eine Würdigung nötig. Aber in Waldershof gebe es bereits "zahlreiche Plattformen für Kommunikation und Würdigung". Sonnemann verwies auf das zwei Mal im Jahr stattfindende Treffen der Vereine und den Neujahrsempfang. "Die Vereine dürfen sich gerne auch auf der Homepage der Stadt Waldershof präsentieren."

Mario Rabenbauer hielt in der Debatte dagegen: "Ehrenamtliche Leistungen kann man nicht genug würdigen." Dafür sei ein eigener Abend angemessen. Wichtig sei die Kommunikation der Vereine untereinander, "ein wichtiger Ansatz für die Vernetzung". Als Friederike Sonnemann dann die Kosten von 1000 Euro hinterfragte, stellte Rabenbauer verärgert fest: "Ich bin es leid, dass unsere Anträge so behandelt werden." Der CSU-Fraktionssprecher betonte an anderer Stelle: "Die ehrenamtlichen Kräfte müssen sich austauschen können. Auch biete sich die Gelegenheit, mit Vertretern der Stadt und der Wirtschaft in Kontakt zu kommen." Die Bürgermeisterin hakte ein: "Das Treffen der Vereine ist doch auch eine Plattform." Jürgen Ranft (SPD, Referent für Vereine) ergänzte: "Ich kann zu diesen Treffen der Vereine gerne Referenten einladen." Zudem schlug er vor, die Treffen künftig für alle Interessierten zugänglich zu machen.

"Das Ehrenamt ist aller Ehren wert", schaltete sich Michaela Härtl (Freie Wähler) in die Diskussion ein und sprach sich für einen Ehrenamtsabend aus. Allerdings sollten alle Fraktionen in die Gestaltung einbezogen werden. Hilmar Wollner (CSU) wusste: "Viele sind nicht in Vereinen organisiert, aber ehrenamtlich engagiert."

Arbeit im Verborgenen


Gisela Kastner, Fraktionssprecherin der Freien Wähler, hob hervor: "In der Bedeutung des Ehrenamts sind wir uns einig." Diese Menschen müssten Dank erfahren. Kastner fand einen Ehrenamtsempfang eine gute Idee. Wichtig war ihr: Es müssen die Menschen im Mittelpunkt stehen, um die es geht, und nicht irgendwelche Politiker. Schwierig sei es, die Menschen zu finden, die eher im Verborgenen wichtige Arbeit leisten. Da ihr der CSU-Antrag in vielen Teilen zu vage war, schlug Gisela Kastner vor, dass sich drei Leute (aus jeder Fraktion einer) zusammensetzen und ein Konzept erstellen.
Ehrenamtliche Leistungen kann man nicht genug würdigen.Mario Rabenbauer (CSU)
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