Die Stadt ergrünen lassen

In Waldershof gibt es vorbildliche Lösungen, wenn es ums Grün in der Stadt geht. Ein Beispiel ist der Friedhof. Bild: fpoz
Politik
Waldershof
27.10.2016
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Die CSU Waldershof beschreitet neue Wege und lud zu einem Umwelt-Meeting. Im Mittelpunkt des Treffens standen Bäume und ihr Schutz. Auch kam der Wunsch nach einem Umweltreferenten.

Der CSU-Ortsverband hat sich mit seinem ersten Waldershofer Umwelt-Meeting am Dienstagabend des vielschichtigen Themas "Bäume in unserer Stadt" angenommen. Ziel der Veranstaltung war es, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, da "Grün in der Stadt" nicht selbstverständlich sei, erklärte Ortsvorsitzender Mario Rabenbauer. Er dankte seinem Stadtratskollegen Stefan Müller, den er in dieser Angelegenheit als Antreiber vor Ort bezeichnete.

Für das notwendige Hintergrundwissen sorgte Manuela Pappenberger, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege vom Landratsamt in Tirschenreuth. Unterlegt wurden die Ausführungen mit Bildern aus Waldershof und anderen Gemeinden. Die Referentin machte deutlich, dass die Kommunen vor großen Herausforderungen durch den demografischen, klimatischen und strukturellen Wandel stünden. Deshalb sei es besonders wichtig, eine nachhaltige Planung für grüne Bereiche in der Stadt aufzustellen. Im Vordergrund sollten nicht nur ästhetische Aspekte stehen, vielmehr gehe es um die Sicherung der Lebensqualität vor Ort. Für Pappenberger steht außer Frage: "Die Bürger müssen sich aktiv einbringen, um Waldershof wieder mehr in die grüne Richtung zu bringen." Nicht hilfreich seien Einstellungen wie: "Bäume ja - aber nicht vor meiner Haustüre". Die Kreisfachberaterin wies auch darauf hin, dass Bäume auf öffentlichem Grund durch Privatpersonen immer wieder beschädigt würden. Dies sei keine Bagatelle, sondern ein Eigentumsdelikt, das nach Paragraf 303 Strafgesetzbuch hart bestraft werde. Anhand von zahlreichen Fotos machte Pappenberger deutlich, wie mit einfachen Mitteln "mehr Grün" in die Stadt gebracht werden könne. In der anschließenden Diskussion ging es vorrangig darum, wie die Bürger für das Thema sensibilisiert werden können und ein Umdenken bei Zeitgenossen erreicht werden könne. Adolf Greger merkte an, dass oftmals zu viel und falsch gepflanzt werde. Das Hinzuziehen eines Landschaftsarchitekten wäre hier ratsam. Angeregt wurde eine von der Stadt zu erlassende Baumschutzordnung (Konzept der Stadt für die Baum-Erhaltung) sowie das Einsetzen eines Umweltreferenten im Stadtrat. Mario Rabenbauer wies darauf hin, dass der Stadtrat in den wenigsten Fällen hinzugezogen werde, wenn es etwa um Baumfällungen gehe. Die Entscheidung treffe die Verwaltung. Ebenfalls mehr Kontrolle wünschten sich die Teilnehmer des Umwelt-Meetings bei der Umsetzung der Begrünungspläne in den Gewerbegebieten. Stefan Müller brachte die Diskussion auf den Punkt: "Babbeln reicht nicht, wir brauchen ein tragfähiges Konzept vom Fachmann."
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