Gesund und fit

Peter Berek stellte in Waldershof das Gesundheitsmanagement durch IGM-Campus vor. Bild: hd
Politik
Waldershof
26.03.2016
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Mit einmal Rückenschule ist es nicht getan. Der Stadt Waldershof ist die Gesundheit ihrer Mitarbeiter wichtig. Sie stellt dafür auch Geld zur Verfügung.

Um die Mitarbeiter in Verwaltung, Bauhof, Kindergarten und Schule fit und gesund zu halten, arbeitet Waldershof eng mit dem Nachbarn Bad Alexandersbad zusammen. Die Betreuung übernimmt die IGM-Campus, eine Einrichtung, die mit einem Institut der Technischen Universität München kooperiert.

Die nötigen Informationen lieferte in der Stadtratssitzung am Dienstagabend der Alexandersbader Bürgermeister Peter Berek, der früher mal in Waldershof wohnte. IGM stehe für individuelles Gesundheitsmanagement. In vielen Unternehmen, Behörden und Rathäusern (allerdings nicht in der Region) werde es bereits seit Jahren mit großem Erfolg genutzt. Es sei nicht damit getan, mal schnell einen Lauftreff zu organisieren. Berek: "Wir müssen strukturiert vorgehen." Dazu gehörten individuell auf den jeweiligen Beschäftigten zugeschnittene Konzepte, "damit der beispielsweise lernt, wie er Stress abbauen kann". Ziel sei, die Krankheitstage zu senken. Betriebliches Gesundheitsmanagement motiviere und sorge für zufriedene Mitarbeiter. Wichtig sei gegenseitiges Vertrauen. CSU-Stadtrat Hilmar Wollner erkundigte sich nach den Kosten. "Das hängt davon ab, wie viele Leute mitmachen", antwortete Bürgermeisterin Friederike Sonnemann. Die Kosten pro Mitarbeiter summierten sich auf rund 1000 Euro. Im städtischen Haushalt seien heuer 17 000 Euro eingeplant. Michaela Härtl (Freie Wähler) wollte wissen: "Lässt sich der Erfolg messen?" Peter Berek verwies auf Fragebögen, Untersuchungen (beispielsweise kleines Blutbild) und folgende Auswertungen. Friederike Sonnemann ergänzte: "Jeder Euro, den man in die Gesundheit der Mitarbeiter investiert, kommt doppelt zurück."

Angela Burger (CSU) und Michaela Härtl (Freie Wähler) fragten nach Sonderkonditionen, denn zum einen sei Bad Alexandersbad ja der Nachbar, zum anderen sei Waldershof die erste Stadt in der Region, die mitmache. Da konnte Peter Berek nicht entgegenkommen: "Denn das ist schon ein Sonderpreis." Hubert Kellner (CSU) bat zu prüfen, ob Waldershof die Vergabe ausschreiben müsse. Dem hielt Friederike Sonnemann entgegen: "Es gibt niemand, der mit solch einem ganzheitlichen Konzept aufwartet." Hilmar Wollner und Michaela Härtl plädierten dafür, weitere Angebote einzuholen. Sonnemann nannte den aus Bad Alexandersbad genannten Preis unschlagbar. Zudem finanziere sich das Gesundheitsmanagement durch weniger Ausfallzeiten fast von selbst. Letztlich stimmten der Stadtrat dem betrieblichen Gesundheitsmanagement geschlossen zu.
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