Haushalt der Investitionen

Auf dem ehemaligen Rosenthal-Gelände stehen noch gewaltige Erdbewegungen an. Auch muss eine frühere Deponie rekultiviert werden. Nach Abzug aller Fördermittel gibt die Stadt Waldershof rund 900 000 Euro für das neue große Gewerbe- und Industriegebiet aus. Bild: jr
Politik
Waldershof
23.03.2016
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Die Stadträte verzichteten auf lange Debatten. Denn der Haushalt war detailliert vorberaten worden. Einstimmig verabschiedeten sie am Dienstagabend einen "Etat der Superlative".

Bürgermeisterin Friederike Sonnemann überraschte, ergriff nur kurz das Wort und sparte sich die Haushaltsrede. "Ich halte es wie mein Kollege in Marktleuthen." Denn die Ausführungen in den Haushaltsreden glichen sich oft. Sie sprach von einem Etat der Investitionen und der Konsolidierung. Die Stadt investiere in Sicherheit und Zukunft.

Der Verwaltungshaushalt umfasst in Einnahmen und Ausgaben 10 999 100 Euro, der Vermögenshaushalt 9 662 200 Euro. Den Gesamtbetrag der Kreditaufnahmen für Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen setzten die Stadträte auf 1 685 000 Euro fest. Der Höchstbetrag der Kassenkredite zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben nach dem Haushaltsplan ist auf 1,5 Millionen Euro limitiert. Die Grundsteuerhebesätze betragen 340 und 350 (Landwirtschaft) von Hundert: der Gewerbesteuerhebesatz: 340 von Hundert. 20,7 Millionen Euro - ein Haushalt auf einem "absoluten Rekordniveau", so die Freien Wähler. Hilmar Wollner (CSU) rechnete und verwendete die "Sprache der Wirtschaft": Der "Umsatz" der Stadt Waldershof entspricht einem Viertel des "Umsatzes" des Landkreises Tirschenreuth. "Bemerkenswerte, aber auch herausfordernde Zahlen." Waldershof will heuer Investitionen von über 9 Millionen Euro schultern. Möglich machen das enorme Steuereinnahmen. Kämmerer Harald Fischer hat die Gewerbesteuerzuflüsse mit 5 Millionen Euro kalkuliert. Aus der Einkommensteuer erwartet er 1,9 Millionen Euro. Die Sprecher aller Fraktionen im Stadtrat dankten den Unternehmen und Gewerbetreibenden. Denn ohne die Einnahmen aus der Gewerbesteuer wären Projekte wie Sporthalle und Rosenthal-Areal nicht machbar.
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