JU: Freies WLAN im Kösseinebad

Politik
Waldershof
23.09.2015
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Ein Antrag der Jungen Union Waldershof sorgte für eine längere Debatte im Stadtrat. Der CSU-Nachwuchs möchten allen Besuchern des Kösseinebads einen kostenlosen Internetzugang ermöglichen.

In der Diskussion zeigte sich rasch, dass die bereits vorhandene WLAN-Anlage im Kösseinebad zu schwach ist und aufgerüstet werden müsste. Bürgermeisterin Friederike Sonnemann verlangte vorab genaue Kosten. Auch müsste das Thema Jugendschutz geklärt werden.

Mario Rabenbauer (CSU) wusste, dass das Kösseinebad über WLAN verfügt. Aber es müsste aufgerüstet und für Gäste freigeschaltet werden. Andere Kommunen seien da bereits aktiv geworden. In diesem Zusammenhang bat der Fraktionssprecher zu prüfen, ob WLAN nicht auch im Markt und Stadtpark möglich sei. Rabenbauer forderte die Verwaltung auf, die Kosten zu ermitteln, "dies muss nicht der Antragsteller machen". Gisela Kastner (Freie Wähler) setzte sich dafür ein, einen Experten zu Rate zu ziehen, "bevor wir eine Entscheidung fällen". Stefan Müller (CSU) riet dazu, ein heimisches Elektrofachgeschäft zu kontaktieren, "die sagen dir gleich, was es kostet". Müller ergänzte: "Es muss doch nur die Anlage im Kösseinebad verstärkt werden. Dies kann die Stadt in Auftrag geben."

Auch war Stefan Müller der Meinung, dass nicht der Antragsteller die Kosten ermitteln müsse, "sondern dazu ist die Stadtverwaltung da". Bürgermeisterin Friederike Sonnemann entgegnete: "Wer einen Antrag stellt, der muss auch die Kosten mit dabei haben. Ansonsten kann ich doch nicht entscheiden." Gisela Kastner warf die Frage einer missbräuchlichen WLAN-Nutzung auf. "Wer haftet dann?" Bürgermeisterin Friederike Sonnemann plädierte dafür, den JU-Antrag zu vertagen, "wir haben derzeit keine Rechtssicherheit". Auch Gerhard Greger (SPD) wollte vorab die Kosten wissen. Außerdem müsse ein Risiko für die Stadt gänzlich ausgeschlossen sein.

Bürgermeisterin Sonnemann brach schließlich die Diskussion ab: "Wir brauchen eine sichere Grundlage, bevor wir entscheiden können." Letztlich vertagten die Stadträte eine Entscheidung zum Thema WLAN im Kösseinebad einstimmig.
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