Kommunales Klimaschutzkonzept in Waldershof
Geringerer Bedarf und höhere Effizienz

Politik
Waldershof
30.04.2016
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Kaum ein Thema hat die politische Debatte der vergangenen Jahre so dominiert wie die Energiewende. Dies gelte auch für die Stadt Waldershof, heißt es in einer Pressemitteilung von Bürgermeisterin Friederike Sonnemann. "Die Stadtverwaltung legt großen Wert auf energieeffizientes Wirtschaften und auf einen Ausgleich zwischen den Belangen des Naturschutzes und der weiteren Entwicklung der Stadt."

Bäume müssen weichen


Kontroverse Debatten habe es gegeben nach der Ankündigung, im Zuge der Revitalisierung und Erschließung der Rosenthal-Brache einen alten Baumbestand zu fällen, habe zu einer kontroversen Diskussion geführt. "Vorgetragen wurden Argumente des Natur-und Klimaschutzes, die im Rathaus sorgfältig geprüft wurden." Es sei streng abgewogen worden zwischen den Interessen der Natur und der Erschließung eines neuen Gewerbegebiets. "Im Ergebnis bleibt es dabei: Die Bäume müssen weichen." An anderer Stelle werde ein Ausgleich geschaffen.

Die Bürgermeisterin verweist auf die Maßnahmen in der Stadt Waldershof für den Natur- und Klimaschutz: Die städtische Beleuchtung mit 504 Lampen werde umgestellt auf LED. "Dadurch wird der derzeitige jährliche Stromverbrauch von etwa 180 000 KWh auf rund 30 000 KWh verringert." "Weiterhin werden wir im Zuge des Neubaus der Turnhalle genau darauf achten, dass es durch lokale Erzeugung von Erneuerbarer Energie durch Photovoltaik ebenfalls zu einer nennenswerten CO2-Einsparung kommt."

Bürgermeisterin Sonnemann verweist außerdem darauf, dass die Stadt Waldershof mittelfristig in Zusammenarbeit mit einem darauf spezialisierten Unternehmen ein Klimaschutzkonzept entwickeln wird, das als ganzheitliche, strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Klimaschutzaktivitäten dient. Klimaschutz solle als "Querschnittsaufgabe" in Kommune und Verwaltung verankert sein.

Das Klimaschutzkonzept soll technische und wirtschaftliche Potenziale zur Minderung von Treibhausgasen aufzeigen und die Maßnahmen zur Einsparung von Treibhausgasemissionen sowie die Senkung der Energieverbräuche verdeutlichen. "Gleichzeitig legt es Ziele zur Minderung der Treibhausgasemissionen fest und beschreibt, wie die Erfüllung dieser Ziele weiter verfolgt werden kann." Das Klimaschutzkonzept werde zahlreiche klimarelevante Bereiche wie zum Beispiel Flächenmanagement, kommunale Liegenschaften, Straßenbeleuchtung, Erneuerbare Energien, Mobilität, Abwasser und Abwasser umfassen. "Im Kern geht es darum, in Waldershof den Energiebedarf zu senken, die Energieeffizienz zu steigern und Erneuerbare Energien auszubauen."

"Die Stadt Waldershof setzt auf Maßnahmen, die dem Klimaschutz dienen, muss aber auch gleichzeitig dafür Sorge tragen, dass Arbeitsplätze erhalten bleiben und neue entstehen können", heißt es in der Pressemitteilung von Friederike Sonnemann weiter. Naturschutz und wirtschaftliches Wachstum seien kein Widerspruch. "Beides ist möglich und wird in Waldershof auch umgesetzt."

Weniger KohlendioxidDurch die Umstellung der Straßenbeleuchtung in Waldershof auf LED-Leuchtmittel werden 89 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart. Zum Vergleich: Eine durchschnittliche Buche (23 Meter hoch, 30 Zentimeter Stammdurchmesser) könne jährlich 12,5 Kilo Kohlendioxid aufnehmen, teilt Bürgermeisterin Friederike Sonnemann mit.
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