Kreisausschuss im Gespräch mit Tennet-Projektleiter
CSU fordert Alternativroute

Politik
Waldershof
17.10.2016
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Seit wenigen Wochen liegen zur Gleichstromtrasse mögliche Varianten vor. Eine davon durchkreuzt den Landkreis Tirschenreuth. Die Mitglieder des CSU-Kreisausschusses teilten nun ihre Bedenken dem Gesamtprojektleiter der Firma Tennet, Andreas Herath, mit. Die Versammlung forderte Tennet dazu auf, die Stromtrasse des Süd-Ost-Link entlang der Bundesautobahn A9 als Alternativroute erneut zu prüfen.

Herath bezeichnete es als Fehler, dass die Bevölkerung in der Vergangenheit nicht immer frühzeitig mit eingebunden worden sei. Er versprach weitestgehende Transparenz. Faktoren wie bestehende FFH-Gebiete oder die Umgehung des Steinwalds und des Fichtelgebirges seien mögliche Ausschlussfaktoren für den Verlauf der Trasse. Nach den Bürgerinformationsmärkten sei Anfang November ein erster Abgabeschluss für Bedenken aus der Region angedacht. Mögliche Trassenverläufe würden dann bis März 2017 bei der Bundesnetzagentur eingereicht, die die eigentliche Entscheidung treffe. Dies erfolge durch ein Raumordnungsverfahren, voraussichtlich erst 2018. Auch hier könnten noch Einwendungen gemacht werden. Baubeginn sei für 2021 angedacht.

Der Vertreter der Tennet stellte sich den vielen Fragen der Kreisausschussmitglieder. Auf Unverständnis stießen dabei immer wieder die bisher vorgelegten Varianten, da ein Verlauf der Trasse entlang der Autobahn A9 von vornherein ausgeschlossen worden sei. Den Begründungen, die der Projektleiter lieferte, beispielsweise bestehende Gewerbegebiete oder Lärmschutzwälle, die ein ständiges Kreuzen der Autobahn notwendig machten, schenkten viele Anwesende nur wenig Glauben.

Auch MdB Albert Rupprecht sowie der Kemnather Bürgermeister Werner Nickl baten eindringlich, diese Option erneut zu überprüfen. Das sicherte Andreas Herath zu. Rupprecht zeigte sich über die gemeinsam errungenen Teilerfolge froh, die eine vollständige Erdverkabelung möglich machen, bedauerte aber zugleich, dass Landshut als Endpunkt der Trasse nicht mehr verhandelbar war.
2 Kommentare
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Dörte Hamann aus Pullenreuth | 17.10.2016 | 15:07  
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Maria Estl aus Pullenreuth | 17.10.2016 | 16:05  
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