Linden fallen nächste Woche

Ausgezeichnet besucht war die Bürgerversammlung am Donnerstag in der Aula der Jobst-vom-Brandt-Schule. 81 Erwachsene und 15 Jugendliche lauschten den Ausführungen von Bürgermeisterin Friederike Sonnemann (rechts im Bild). Bild: fpoz
Politik
Waldershof
18.11.2016
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sei auf einem sehr guten Weg, wenngleich nicht alle Vorhaben wie geplant realisiert werden konnten. Bürgermeisterin Friederike Sonnemann verwies hier auf die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED und den Breitbandausbau. Thema in der Bürgerversammlung waren auch die Linden beim Rosenthal-Areal.

"Die Zukunft gemeinsam gestalten." Unter dieses Motto hatte Bürgermeisterin Friederike Sonnemann die sehr gut besuchte Bürgerversammlung am Donnerstagabend in der Aula der Jobst-vom-Brandt-Schule gestellt. 81 Bürger sowie 15 Jugendliche waren zu der Versammlung gekommen. Das Stadtoberhaupt erinnerte eingangs daran, dass in den vergangenen zwei Wochen sechs Ortsteilversammlungen stattfanden. In Schurbach, Poppenreuth, Helmbrechts, Hohenhard, Lengenfeld und Walbenreuth nutzten 141 Besucher die Möglichkeit, örtliche Belange anzusprechen und zu diskutieren.

Steigende Geburtenzahlen, gut funktionierende Kindergärten, eine bestens ausgestattete Schule, über 50 aktive Vereine, beste Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung im Kösseinebad sowie im neugestalteten Stadtpark und eine heimische Wirtschaft, die sich ständig erfolgreich weiterentwickle und attraktive Arbeitsplätze vor Ort biete, seien die Grundlagen dafür, dass Waldershof als Lebensmittelpunkt für alle Altersgruppen immer attraktiver werde. Sonnemann gab aktuelle Informationen zu den Themen Kreisverkehr, Ortsumgehung, Rosenthal-Brache, Straßensanierung, Schule und Sporthallenbau, Markt-Neugestaltung, Wohnraumsituation, Stadtpark und Umwelt.

In Sachen Rosenthal-Brache machte Sonnemann deutlich, dass die komplette Fläche für Unternehmen reserviert sei. Inzwischen habe ein Gutachten ergeben, dass die Lindenallee nicht so wertvoll sei, wie es von Naturschützern immer wieder dargelegt worden sei. Die Untere Naturschutzbehörde habe der Fällung zugestimmt. "Die Linden werden nächste Woche gefällt", erklärte Sonnemann. Danach können die Vorbereitungsarbeiten auf dem Gelände aufgenommen werden. Eine Lanze brach Sonnemann für die Jobst-vom-Brandt-Schule: "Es ist eine Freude zu sehen, wie diese Schule lebt. Die Kinder sind nicht nur zum Unterricht dort. Sie nutzen alle Angebote im Bewegungs- und Ernährungsbereich." Eine noch zu lösende Herausforderung sieht Sonnemann darin, die Schule barrierefrei zu machen. Zum Angebot von Kindergarten- und Krippenplätzen machte Sonnemann deutlich, dass die Stadt alles unternehmen werde, damit alle Kinder einen Platz bekommen. "Der Antrag auf Krippenförderung wird gestellt und ich hoffe, dass wir im Sommer die notwendige Zahl an Krippenplätzen anbieten können."

Betreutes Wohnen


Zur Wohnsituation stellte Friederike Sonnemann fest, dass in Waldershof weiter Bedarf bestehe. Abhilfe schaffe die Stadt mit der Ausweisung des neuen Baugebietes auf der Hofstatt. Von 30 Bauplätzen seien bereits 27 reserviert, davon die meisten für junge Familien. Weiter gebe es Gespräche mit einem Investor, der 26 Eigentumswohnungen und 16 Wohnungen für betreutes Wohnen errichten möchte. Darüberhinaus soll bei der Neugestaltung des Marktes - die Regierung der Oberpfalz empfiehlt dazu einen Architektenwettbewerb - unter Einbeziehung der örtlichen Impulsgruppe weiterer attraktiver Wohnraum geschaffen werden. In der Diskussion dankte Josef Schiener, der über drei Jahrzehnte die Geschicke der Schule leitete, dem Stadtrat dafür, dass die Schule in der bisherigen Form erhalten bleibt. Simone Diener regte an, dass bei der Markt-Neugestaltung auch Planungen für die "kleinen Geldbeutel" Berücksichtung finden. Ursula Schimmel wünschte sich eine Gesamtplanung für mehr Grün in der Stadt sowie einen Umweltreferenten. Außerdem kritisierte Schimmel, dass in den Gewerbegebieten die Eingrünung nur zögerlich umgesetzt werde. Manfred Haas forderte eine Satzungsänderungen für unbebaute Grundstücke: "Diese werden nicht gepflegt und verschandeln die ganze Umgebung." Angeregt wurde außerdem aus dem Besucherkreis, dass die Schaukästen in der Stadt besser gepflegt werden.

UmweltschutzFür Bürgermeisterin Friederike Sonnemann ist Umweltschutz die Aufgabe aller Bürger, wobei die Kommune eine Vorbildfunktion inne hat. Deshalb wird 2017 der Bauhof keine Pestizide mehr bei der Unkrautvernichtung im öffentlichen Bereich verwenden. Einen weiteren aktiven Beitrag zum Umweltschutz leistet die Stadt mit der Anschaffung eines Elektroautos zum Jahresende als Ersatz für ein in die Jahre gekommenes Dieselfahrzeug. Um zukünftig einen weiteren Anreiz für die E-Mobilität zu schaffen, ist eine E-Tankstelle im Stadtgebiet geplant. Zum Thema Naturschutz erklärte Sonnemann, dass für die zu fällenden Bäume auf dem Rosenthal-Areal 24 neue Linden gepflanzt werden. Zudem seien bei der Siedlung und im Stadtpark Flächen als Blumenwiesen angelegt worden. Außerdem achten Stadt und Landratsamt nach ihren Worten darauf, dass die geforderten Begrünungen in den Gewerbegebieten an der Rodenzenreuther und der Marktredwitzer Straße angelegt werden. (fpoz)


Der Antrag auf Krippenförderung wird gestellt. Ich hoffe, dass wir im Sommer die notwendige Zahl an Krippenplätzen anbieten können.Bürgermeisterin Friederike Sonnemann
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