Regierungspräsident bittet um Hilfe
„Wohin mit den Menschen“

Politik
Waldershof
29.01.2016
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Kurz blickte Landrat Wolfgang Lippert in der Stadtratssitzung auf die Vorgeschichte zurück: Ausgangspunkt sei gewesen, eine andere Notunterkunft im Landkreis zu schaffen. Denn die Wiesauer Dreifachturnhalle dürfe keine Dauerlösung sein. Die werde für den Sport gebraucht; Vereine seien massiv eingeschränkt. Da es keine akzeptablen Angebote gab, habe sich der Landkreis entschlossen zu bauen. Dann kam das Grundstück der Kewog in Waldershof ins Spiel.

Doch die Regierung der Oberpfalz habe vom Bau einer Notunterkunft abgeraten, da sie eine andere Lösung anstrebe. Stattdessen sei dem Landkreis der Bau einer Gemeinschaftsunterkunft ans Herz gelegt worden. Erst am Mittwoch sei er bei Regierungspräsident Axel Bartelt gewesen, so Lippert, und habe die geplante Unterkunft in Waldershof angesprochen und gefragt, ob das Heim nicht kleiner gebaut werden könnte. Denn die Zahl 150 sorge für Unruhe in der Bevölkerung. Bartelt habe klar gemacht: "Wir wissen nicht mehr wohin mit den Menschen."

Lautes Gelächter schallte dem Landrat am Donnerstag seitens der Bürger entgegen, als er zu beruhigen versuchte: Das Maximum für Waldershof liege bei 150. Realistisch sei eine Belegung zu 80 Prozent, was 120 Asylbewerber bedeute.
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