Schulterschluss mit Gemeinden

Florian Rieder (links), Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Weiden, absolvierte am Mittwoch seinen Antrittsbesuch bei Bürgermeisterin Friederike Sonnemann (rechts). Bild: jr
Politik
Waldershof
25.02.2016
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"Waldershof natürlich in der Oberpfalz" - dieses Schild am Ortseingang der Stadt war Florian Rieder aufgefallen. Der Leiter der Geschäftsstelle Weiden der IHK Regensburg machte deutlich: Da kennt sich der Besucher aus.

Florian Rieder stattete am Mittwochmittag Bürgermeisterin Friederike Sonnemann einen Antrittsbesuch ab. Dabei stellte Sonnemann heraus, dass wirtschaftliche Fragen und Betriebsansiedlungen in der Kösseinestadt Chefsache sind. Derzeit arbeite sie auf ein energieautarkes Gewerbegebiet hin. "Ideen habe ich noch viele."

Tipps von Zollexperten


Rieder, ein gebürtiger Münchner, der in Regensburg aufgewachsen ist, informierte über die neue Politik der IHK. "Wir wollen uns im ländlichen Raum, in der Fläche noch besser positionieren und dort auch sichtbar agieren." In diesem Zusammenhang kündigte er für 19. Oktober im Waldershofer Rathaus eine Veranstaltung an. Dabei stehen von 10 bis 16 Uhr Zollangelegenheiten im Mittelpunkt. Zollexperten gäben der heimischen Wirtschaft im grenzüberschreitenden Handel Tipps und Ratschläge.

"Wir als IHK suchen mehr und mehr den Schulterschluss mit den Kommunen", sagte Florian Rieder. Dem Wirtschaftsstandort Waldershof sicherte er seine Unterstützung zu. Bürgermeister Friederike Sonnemann zählte auf, was die Stadt alles für die heimischen Unternehmer tue. Dabei verwies sie auch auf den Unternehmertag, der bislang zweimal stattfand. "Viele unserer Firmenchefs kennen sich nicht persönlich. Das wollen wir ändern." Erste Anlaufstelle für Unternehmer sei das Rathaus. "Wir helfen den Unternehmen auch in kleinen, banalen Dingen." Sie wolle "erste Ansprechpartnerin unserer Unternehmer" sein. Friederike Sonnemann kündigte eine Wirtschaftsreise des Stadtrates hin zu den Firmen der Stadt an, auch um die Kontakte zu pflegen.

Ortskern aufwerten


Viel erhofft sich Bürgermeisterin Sonnemann von der Ortsumgehung. Mit dem Einzelhandel habe sie schon gesprochen. Es gelte Konzepte zur Aufwertung des Ortskerns zu entwickeln. Sie berichtete, dass bereits zwei Geschäfte nach dem Bau der Umgehung in den Ortskern umsiedeln wollen. "Wir sind eine junge und moderne Stadt. Wir haben viele Zuzüge. Da müssen wir jetzt Gas geben in Sachen Wohnraum." Zur positiven Entwicklung von Waldershof trage auch die überaus enge Zusammenarbeit mit der Nachbarstadt Marktredwitz bei. "Gemeinsam wollen wir neue Themen entwickeln." Florian Rieder begrüßte die Zusammenarbeit über Bezirksgrenzen hinweg. Er sah Waldershof wirtschaftlich hervorragend aufgestellt und nannte die Unternehmen Cube, Scherdel, Schraml und Schmelzer. Bürgermeisterin Friederike Sonnemann verwies zudem auf die Ausweisung eines Gewerbegebietes auf dem ehemaligen Rosenthal-Gelände. Es gebe zahlreiche Interessenten. Wichtig war Sonnemann, dass junge Menschen Arbeitsplätze in Region finden und sich hier niederlassen. Abschließend lud die Bürgermeisterin Florian Rieder zum nächsten Unternehmertag Ende Oktober ein, um sich der heimischen Wirtschaft vorzustellen.
Wir sind eine junge und moderne Stadt. Wir müssen jetzt in Sachen Wohnraum Gas geben.Bürgermeisterin Friederike Sonnemann
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