Strukturwandel gut bewältigt

Die Teilnehmer des "Unternehmerstammtisches", von links Altbürgermeister Hubert Kellner, Joachim Geyer (Raiffeisenbank), Thomas Frischholz, Leonhard Zintl, CSU-Ortsvorsitzender Mario Rabenbauer, Thomas Regnet (Scherdel), Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht, Helmut Härtl, Landtagsabgeordneter Tobias Reiß, Hilmar Wollner, Angela Burger, Rudolf Burger. Bild: privat
Politik
Waldershof
17.06.2016
74
0

Die wirtschaftliche Entwicklung in der nördlichen Oberpfalz bleibt auf Erfolgskurs. Dieses Fazit zog der Waldershofer CSU-Ortsvorsitzende Mario Rabenbauer nach einem "Unternehmerstammtisch" in Poppenreuth.

Der Informationsaustausch fand in den Räumen der Firma "Innotec Forschungs- und Entwicklungs GmbH" auf Einladung des Waldershofer CSU-Ortsverbands statt. Ziel war, die Kommunikation zwischen Vertretern der regionalen Wirtschaft und der Politik zu fördern. Neben dem Gastgeber, der Firma Scherdel, nutzten zahlreiche weitere örtliche Wirtschaftsvertreter die Möglichkeit zum ungezwungenen Gespräch mit Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht, Landtagsabgeordnetem Tobias Reiß sowie dem Kreisvorsitzenden der Mittelstandsunion, Leonhard Zintl, und den Vertretern der CSU-/Wählerbund-Stadtratsfraktion.

"Den Strukturwandel hat die Region gut geschafft. Bei Investitionen von insgesamt 1,41 Milliarden Euro konnten bis 2015 gut 5000 neue Arbeitsplätze in der nördlichen Oberpfalz geschaffen werden", stellte Albert Rupprecht fest. Der Bundestagsabgeordnete machte auch die Bedeutung der GA-Förderung für die Nordoberpfalz deutlich, "ohne die viele Tausend Arbeitsplätze nicht mehr in der Region wären". Vor allem die Digitalisierung, die Industrie 4.0 werde für mittelständische Unternehmen über alle Branchen hinweg immer wichtiger. "Nicht nur damit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen weiterhin erhalten bleibt, sondern auch als Schlüsselfrage, inwieweit regionale mittelständische Unternehmen auch zukünftig an den Weltmärkten erfolgreich partizipieren können."

Landtagsabgeordneter Tobias Reiß merkte an: "Es ist eine zunehmende Bereitschaft festzustellen, dass qualifizierte Arbeitskräfte wieder in die Region heimkehren und inzwischen auch Arbeitskräfte aus den Ballungszentren, wie München, erfolgreich abgeworben werden können." Aber auch die regional ausgebildeten Jungakademiker blieben, meist aus persönlichen Gründen, nach ihrer Ausbildung zu 50 Prozent der Region erhalten "und wirken so dem demografischen Wandel entgegen".

Weiterbildung


Auf die besondere Bedeutung des Mittelstandes für die Region machte Leonhard Zintl von der Mittelstandsunion (MU) explizit aufmerksam. Sieben von zehn Arbeitnehmern seien in mittelständischen Firmen beschäftigt. "Auch für das Handwerk müssen geeignete und zielorientierte Fort- und Weiterbildungsangebote verfügbar sein, um die Attraktivität des Handwerks gegenüber der akademischen Ausbildung wieder zu erhöhen." Zunehmend machten dem Mittelstand Dokumentationspflichten und Regelungen Sorge.

Am Ende bedankte sich Ortsvorsitzender Mario Rabenbauer bei allen Beteiligten für die informative Veranstaltung und beendete den Abend mit dem Ausblick auf eine Neuauflage dieser Gesprächsrunde.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.