Waldershof baut und investiert
Noch im März Ausschreibung der Sporthalle

Die Heizungsanlage im Feuerwehrgerätehaus Poppenreuth (Bild) muss aufgrund ihres Alters ausgetauscht werden. Kämmerer Harald Fischer rechnet mit Ausgaben von 26 000 Euro. Die Rodenzenreuther Feuerwehr soll 5000 Euro für ein neues Tor sowie neue Fenster und eine Elektroheizplatte bekommen, die Schurbacher Wehr 3000 Euro für einen Anstrich des Gerätehauses. Bild: wro
Politik
Waldershof
02.03.2016
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"Ohne Kreditaufnahme geht es heuer nicht", sagte Kämmerer Harald Fischer mit Blick auf die enormen Investitionen. In der Sitzung des Hauptverwaltungsausschusses gab er einen Überblick über die größten "Brocken". Dazu zählen unter anderem Rosenthal-Areal, Stadtpark, Gehsteige an der Walbenreuther Straße, Kanalisation und Wasserversorgung.

Die größte Haushaltsbelastung ergibt sich durch den Bau einer Sporthalle bei der Jobst-vom-Brandt-Schule. Die Baukosten schlagen zu 80 Prozent in diesem Jahr zu Buche, was Ausgaben von 1,6 Millionen Euro bedeutet. Schon enthalten ist eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromversorgung (39 000 Euro) und die Sanierung der Lehrertoiletten (12 000 Euro). Inklusive der Abbruchkosten für das frühere Hauptschulgebäude und nach Abzug der Fördermittel errechnete Kämmerer Harald Fischer für das Projekt Sporthalle eine Haushaltsbelastung von 2,26 Millionen Euro. Hier meldete sich CSU-Stadtrat Hubert Kellner zu Wort und wollte wissen, wann denn die Ausschreibung der Arbeiten erfolge. "Das soll in der nächsten Stadtratssitzung passieren", antwortete Josef Kaiser, Geschäftsleiter im Rathaus. Er wies darauf hin, dass auch eine Ausschreibung mit einer Kostenobergrenze möglich sei. Gisela Kastner merkte an, dass die Ausschreibung eigentlich schon in den Wintermonaten vorgesehen gewesen sei. Hier informierte Kaiser, dass sowohl Baugenehmigung, als auch Zuschussbewilligung erst kürzlich eingegangen seien. "Wir konnten nicht früher ausschreiben." Dennoch könnte bereits im April/Mai Baubeginn sein.

Zwei Abschnitte


Die Neugestaltung des Stadtparks erfolgt mittlerweile nur noch in zwei Bauabschnitten. Der erste Teil enthält die an die Braustraße angrenzenden Bereiche (Wegebau und Schrebergärten), der zweite Abschnitt die Neugestaltung der übrigen Parkflächen. Die in einem dritten Abschnitt vorgesehene Gestaltung des Umfelds des Brauhauses ist nun der Maßnahme "Walbenreuther Straße" zugeordnet, berichtete Kämmerer Fischer, der die Restkosten für den Bauabschnitt II in diesem Jahr mit gerundet 372 000 Euro angab. Die Schätzkosten für den Ausbau der Walbenreuther Straße bezifferte er mit 437 000 Euro; an Baukosten laufen heuer 377 000 Euro auf.

Der Abbruch sämtlicher Gebäude auf dem ehemaligen Rosenthal-Areal war ursprünglich auf 2,5 Millionen Euro geschätzt worden. Die Vergabe der Abbrucharbeiten erfolgte für etwas über eine Million Euro. Zusätzlich Geld (240 800 Euro) kostete die Entsorgung von Weißschlamm aus dem Löschteich sowie das Sieben von Bauschutt. Da bereits Abschlagszahlungen von etwa einer Million Euro geleistet sind, ergeben sich heuer Restkosten von 231 000 Euro. Hinzu kommen 59 000 für den Rückbau des Betriebsbrunnens, 25 500 Euro für das Beseitigen der bisherigen Erschließungsstraße und 537 000 Euro für Erdbewegungen und Geländemodellierung.

Parkplatzbau


Für die Rekultivierung der früheren Deponie und das Anlegen von Parkplätzen hat Kämmerer Harald Fischer 815 000 Euro veranschlagt. Baunebenkosten sind heuer mit 130 000 Euro angesetzt. Unterm Strich gibt die Stadt Waldershof bis zum Abschluss der Revitalisierung der Rosenthal-Brache 907 900 Euro aus. Langfristig soll die natürlich Geld in die Stadtkasse bringen. Deshalb soll das Gelände in zwei Jahren nahezu komplett an Gewerbebetriebe verkauft sein. Bereits heuer hat der Kämmerer Einnahmen aus Grundstücksverkäufen in Höhe von 950 000 Euro veranschlagt.

Weitere LernlandschaftDie Jobst-vom-Brandt-Schule meldete für 2016 einen Bedarf von 25 000 Euro an (davon 15 000 Euro für eine weitere Lernlandschaft, 2400 Euro für einen leistungsfähigen Dunstabzug für die Schulküche sowie einen Gefrierschrank). Für die Anschaffung eines 390 000 Euro teuren Löschfahrzeugs (LF 20) für die Feuerwehr Waldershof sind heuer 85 000 fürs Fahrgestell und 50 000 Euro für Rettungssatz und Ausrüstungsgegenstände eingeplant. Zuschüsse für Rettungsspreizer, Digitalfunk und Wärmebildkamera: 40 100 Euro. Das Jugendparlament bekommt ein Budget von 1000 Euro. Diesen Betrag erhalten auch die Referenten für Schule und Bildung sowie für Familie und Kinder. Den Antrag dazu hatte Gisela Kastner (Freie Wähler) gestellt. (hd)
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