Eishockey
Maximilian Gläßl träumt von der NHL

Sport
Waldershof
27.12.2015
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Stieglmühle bei Waldershof. Uwe Gläßl und seine Tochter Annika spielen seit Jahren bei den "Jack Bulls" in Mitterteich Eishockey. Am vergangenen Montag brachten sie einen prominenten Gast zum Training mit. Der 18-jährige Maximilian Gläßl kam mit dem Trikot der deutschen U20-Nationalmannschaft, die zuvor mit wenig Erfolg an der B-WM in Wien teilgenommen hat. Aus dem erhofften Wiederaufstieg wurde es nichts. Das DEB-Team, in dem auch Maximilian Gläßl mitspielte, erreichte nur den fünften Platz.

Dennoch wurde der junge, aufstrebende Eishockey-Spieler von der Stieglmühle in Mitterteich begeistert aufgenommen. Noch vor dem ersten Trainingsspiel tauschte Maximilian Gläßl, der seit dem 1. Juli 2015 im kanadischen Moncton spielt, mit einem Spieler sein Trikot.

Seine ersten Eishockey-Schritte machte Gläßl beim EHC Mitterteich, ehe er nach Regensburg wechselte. Mit 16 Jahren ging es nach Finnland, danach vermittelten ihn Scouts zum Eishockey-Nachwuchsteam von Red Bull Salzburg. Am 1. Juli wechselte er nach Kanada zu den Moncton Wildcats. Ebenfalls in Moncton spielt der Deggendorfer Manuel Wiederer, der schon für die Straubing Tigers in der DEL am Puck war. Gläßl und Wiederer besetzen in Moncton die beiden Ausländerstellen. Als Ausländer gelten in Kanada Spieler aus Europa.

Gläßl erzählt, dies habe es noch nie gegeben, dass zwei Deutsche bei einem Verein spielen. Den Unterschied zwischen dem Eishockey in Kanada und Deutschland beschreibt der 18-Jährige so: "In Kanada wird viel geradliniger und schneller gespielt. Ich habe mir diesen Stil schon sehr gut angeeignet und mich sowohl spielerisch als auch technisch stark verbessert." Jeden Tag steht er rund drei Stunden auf dem Eis, dazu kommen noch einige Fitness-Einheiten.

"Nebenbei" besucht Gläßl noch die High School (Hochschule) und die Universität, wo er Business studiert. In Salzburg sei das Trainingsprogramm intensiver gewesen, dennoch "ist in Kanada das Spielniveau wesentlich höher". Anders als in Salzburg, wo er in einem Internat lebte, sind er und die anderen auswärtigen Mitspieler bei Gastfamilien untergebracht. Sein Vertrag in Moncton läuft noch bis Juni 2016. Er hofft natürlich auf eine Vertragsverlängerung - und es sieht offensichtlich gut aus.

Nach der B-WM in Wien verbrachte Gläßl einige Tage zu Hause im Gasthof seiner Eltern Monika und Uwe, die ihn in allen Belangen unterstützen. Bei seinem Heimatbesuch freute er sich zudem, seine Schwester Annika und seine Freundin Carolin, die in Marktredwitz wohnt, zu treffen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag hob der Flieger nach Toronto ab, am Montag, 28. Dezember, steht schon das nächste Eishockeyspiel auf dem Programm. Und natürlich viel Training, denn Maximilian will seinen großen Traum verwirklichen - Eishockeyprofi in der NHL zu werden.
In Kanada wird viel geradliniger und schneller gespielt.Maximilian Gläßl
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