Fußball
Enttäuschung hält sich in Grenzen

David Sladecek (rechts) hätte kurz vor Schluss zumindest noch die Verlängerung erzwingen können. Doch der Poppenreuther Stürmer vergab diese gute Chance und so blieb es beim 2:0 für die SpVgg Bayreuth II. Durch die Niederlage im Relegationsrückspiel steigt der SV Poppenreuth nach nur einem Jahr aus der Landesliga Nordost ab. Bild: Gebert
Sport
Waldershof
31.05.2016
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Für den SV Poppenreuth ist das Abenteuer Landesliga schon nach einem Jahr wieder beendet. Mit der 0:2-Heimniederlage am Sonntag im Relegationsrückspiel gegen die SpVgg Bayreuth II wurde der Abstieg besiegelt. Doch die Enttäuschung hält sich in Grenzen.

Poppenreuth. Nach nur einer Saison kehrt der SV Poppenreuth in die Bezirksliga zurück. Dabei besaß die Mannschaft eine gute Chance, sich in der Relegation die weitere Landesliga-Zugehörigkeit zu sichern. Bei der SpVgg Bayreuth II, dem Zweiten der Bezirksliga Oberfranken Ost, siegten die Nordoberpfälzer mit 2:1, verloren dann aber am Sonntag das Rückspiel mit 0:2. "Die Enttäuschung hält sich in Grenzen", sagt SV-Spielleiter Reinhard Glatz. "Im Nachhinein gesehen, war die Landesliga für uns noch eine Nummer zu groß." Im Umfeld sei schon nach dem sensationellen Aufstieg zu hören gewesen, dass für einen Dorfverein diese Liga einfach zu hoch sei.

Die Gründe für den vermeidbaren Abstieg liefert Glatz gleich mit. "Mit nur fünf Siegen, einem Remis, aber elf Heimniederlagen kannst du diese Klasse nicht halten. Ich kann mir diese Heimschwäche nicht erklären." Als typisches Beispiel nennt Glatz die erste Relegationsrunde gegen Bayreuth II. "Nach einem Auswärtssieg darf ich dem Gegner nicht ins offene Messer laufen und mit Hurra in die Offensive gehen."

Kritik an Kolouch


Dem Trainerduo Vaclav Peroutka und Müfit Topcu - beide hatten Ende August 2015 das Amt des zurückgetretenen Milan Kolouch übernommen - gibt Glatz auf keinen Fall die Schuld am Abstieg. Vielmehr sah der Funktionär gegen Ende der Saison körperliche Defizite, vor allem bei den jungen Spielern. Nicht verhehlen will Glatz eine gewisse Blauäugigkeit. "Ohne Trainer Milan Kolouch, dem Nachfolger von Miloslav Janovsky, nahezutreten, hatte sich der Tscheche das alles ganz anders vorgestellt. Ich glaube, er hat als Neuling die Situation etwas falsch eingeschätzt."

Gelassen sieht auch Vorsitzender Heribert Pickert den Abstieg. "Wir wären gerne dringeblieben. Der Aufstieg von der Kreis- bis in die Landesliga war aber wohl zu rasant. Eigentlich hätten wir mehr Zeit benötigt. Aber das Abenteuer Landesliga hat auch viel Spaß gebracht. In der nächsten Saison hätten wir einiges anders gemacht."

Bleibt Peroutka Trainer?


Auf die Planungen für die Bezirksliga-Saison 2016/17 angesprochen, gibt sich Pickert zuversichtlich. "Vac-lav Peroutka zeigt durchaus Interesse, auch nächste Saison das Traineramt zu übernehmen. Er hat seine Sache durchaus gut gemacht. Erste Gespräche finden noch in dieser Woche statt." Spielleiter Reinhard Glatz will in der neuen Saison verstärkt auf eigene Spieler setzen. "Es wird sich einiges tun. Aber für Mutmaßungen ist es noch zu früh."

Die Enttäuschung hält sich in Grenzen. Im Nachhinein gesehen, war die Landesliga für uns noch eine Nummer zu groß.Reinhard Glatz, Spielleiter des SV Poppenreuth
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