Fußball
SV Poppenreuth hofft auf Landesliga-Klassenerhalt

Es ist Zeit zu helfen: Der vor kurzem beim MSV Duisburg entlassene Gino Lettieri (links) und Poppenreuths Ex-Coach Miloslav Janovsky wollen ihre Kontakte einsetzen, um den SV in der Landesliga zu halten. Bild: hho
Sport
Waldershof
17.12.2015
103
0

Nach dem souveränen Aufstieg in die Landesliga Nord-Ost kann Vorsitzender Heribert Pickert vom SV Poppenreuth mit dem Erreichten nicht zufrieden sein. Um dem drohenden Abstieg zu vermeiden, will man in der Winterpause personell nachrüsten.

Poppenreuth. Riesig war der Jubel über den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Der SV Poppenreuth stieg als souveräner Meister der Bezirksliga Oberfranken in die Landesliga Nord-Ost auf. Unter Mithilfe des nach Hof gewechselten Trainers Miloslav Janovsky zimmerte Vorsitzender Heribert Pickert eine für sie landesligataugliche Truppe zusammen. Bei der Verpflichtung eines Nachfolgers für Janovsky landeten die Oberpfälzer einen echten Coup. Der 157-fache tschechische Erstligaspieler Milan Kolouch gilt in Trainerkreisen als eine "Granate". Dem ehemaligen Landesligaspieler des TSV Thiersheim stellte der Verein gleich sieben Neuzugänge zur Verfügung. Deshalb startete er mit großer Euphorie in das Abenteuer Landesliga.

Aber dann kam alles ganz anders. Nach einem total verpatzten Saisonauftakt mit nur einem Sieg aber fünf Niederlagen, zog Milan Kolouch seine Konsequenzen und warf nach der 0:7-Abfuhr gegen Veitsbronn entnervt das Handtuch. Als Gründe gab der Tscheche die vielen Verletzten an und dass einige Spieler ihr Potenzial nicht abriefen. Zudem schwächte sich die Mannschaft mit längeren Spielsperren nach Undiszipliniertheiten selbst empfindlich. "Teilweise saß nur ein Auswechselspieler auf der Bank", erinnert sich Vorsitzender Heribert Pickert. Eine interne Lösung sollte die Probleme beim Aufsteiger beseitigen. Das Trainergespann Müfit Topcu und Vaclav Peroutka übernahm die Nachfolge von Kolouch. Natürlich waren von beiden keine Wunderdinge zu erwarten. Zunächst folgte eine Trotzreaktion mit zwei Siegen gegen Kornburg und Stadeln. Aber die Sorgen, eine wettbewerbsfähige Mannschaft auf den Platz zu schicken, blieben bestehen. "Oft war ich froh, elf Mann und zwei Auswechselspieler zu haben", blickt Topcu zurück. Der Wille, die Liga trotz aller Schwierigkeiten zu halten, ist bei dem 37-Jährigen ungebrochen.

Spielerisch habe seine Mannschaft genügend Luft nach oben. "Die Vorrunde habe gezeigt, dass wir uns vor keinem Gegner verstecken brauchen", blickt Topcu der restlichen Runde zuversichtlich entgegen. Nach dem 3:1-Sieg gegen Baiersdorf und der überraschenden Nullnummer beim Tabellendritten ASV Vach gab der Aufsteiger zumindest die rote Laterne ab. Der kleine Kader ist auch für Vorsitzenden Heribert Pickert Schuld an der Misere. Deshalb versucht er in der Winterpause dringend nach Verstärkungen. Dabei setzt er auf die alten Bekannten Miloslav Janovsky und Gino Lettieri. "Der Kontakt zu den beiden riss nie ab", bekennt Pickert. "Beide verfügen über gute Kontakte und werden uns helfen, den Kader nachzurüsten, um Ausfälle besser kompensieren zu können." Zwei deutsche und drei tschechische Spieler stehen angeblich auf der Wunschliste. "Wir tun alles, um die Liga zu erhalten", verspricht der SV-Funktionär.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.