"Anäider" danken Schutzpatron

Vor 250 Jahren wurde die Antoniuskapelle auf der "Anäid" erbaut. Im Hohenharder Feuerwehrhaus stöbern Anton Hauptmann (links) und Gerhard Schinner (rechts) in alten Aufzeichnungen. Bild: wro
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Waldershof
16.06.2016
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Hoch her geht es am Sonntag in Hohenhard, wenn die Einwohner des kleinen Dorfes ein besonderes Jubiläum feiern: 250 Jahre Antonius-Kapelle.

Hohenhard. "Heiliger Antonius hilf!" Fast jeder kennt dieses kleine Stoßgebet. Auch als Schutzpatron der Eheleute, der Liebenden, der Bäcker und Reisenden ist der heilige Antonius bekannt.

Eine besondere Verbundenheit zu "ihrem" heiligen Antonius haben von alters her die Hohenharder, die "Anäider" wie sie sich selber nennen. Vor 250 Jahren haben Bauern am Westhang des Steinwaldes eine Kapelle zu Ehren des heiligen Antonius errichtet. Seit dieser Zeit prägt das kleine Kirchlein das Landschaftsbild.

Eng mit dem Bau der Kapelle verknüpft ist eine Volkslegende: Einmal fuhren zwei Bauern von Hohenhard hinauf in den Steinwald, um dort Holz zu holen. Als sie den Berg bei der Hohen Tanne erklommen hatten, rissen beim vorausfahrenden Wagen die Stränge. Das Fuhrwerk rollte zurück und drohte mit dem nachfolgenden zusammenzustoßen. In seiner Not rief der Bauer, dem der erste Wagen gehörte: "Heiliger Antonius hilf!" Sogleich schlug - so die Sage - die Deichsel des zurücksausenden Wagens eine andere Richtung ein. Das Fuhrwerk landete im Graben. Damit war das Gespann gerettet. Zum Dank erbaute man zu Ehren des heiligen Antonius eine Kapelle. Seit dieser Zeit ist Antonius auch der Schutzpatron der Hohenharder.

Mit einem feierlichen Einzug um 8.45 Uhr und einem anschließenden Gottesdienst um 9 Uhr für die verstorbenen Mitglieder der "Anäider" Vereine feiern die Hohenharder am Sonntag, 19. Juni, das Jubiläum ihres Kirchleins. Zünftig geht es mit einem Frühschoppen weiter. Während des ganzen Festtages verwandelt sich der Kapellenplatz in einen Bier- und Kaffeegarten. Kuchen und selbst gebackene Küchel (auch zum Mitnehmen) werden angeboten. Der Reinerlös ist für die Renovierung der Antoniuskapelle bestimmt.
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