Arbeitsbesprechung der Ortsbäuerinnen
Neue Führungsriege steht an

Kreisbäuerin Christa Söllner (rechts) und Stellvertreterin Irmgard Zintl (von links) überreichten an Maria Wolfrum und Hildegard Kraus vom Landfrauenchor eine Geldspende aus den Erlösen des Kaffee- und Kuchenverkaufs beim Bauernmarkt in Kemnath. Bild: bgm
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Waldershof
12.08.2016
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"Zehn Jahre sind genug", sagt Christa Söllner. Nächstes Jahr will die Kreisbäuerin einer jüngeren Nachfolgerin Platz machen. Aber auch sonst gibt's bei den Landfrauen interessante Themen.

Poppenreuth. "Wichtig ist, dass Sie zusammenhalten. Es gilt jetzt die Liquidität zu sichern und sich nicht in unnötige Investitionen reinzustürzen", mahnte Leitender Landwirtschaftsdirektor Wolfgang Wenisch auf der Arbeitsbesprechung der Ortsbäuerinnen im Gasthaus "Grüner Baum".

Rund 140 Millionen Euro zusätzlicher Mittel seien im neuen Doppelhaushalt für die Landwirtschaft ausgehandelt worden. Das Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) sei komplett überzeichnet. "Deswegen ist es wichtig, dass zusätzliche Mittel bereitgestellt werden, um Landwirte, die in Agrarumweltmaßnahmen investieren wollen, unterstützen zu können", betonte Wenisch.

"Wir können in Mitteleuropa wirklich günstig Nahrungsmittel produzieren, aber man muss auch langfristig denken", warnte Wenisch angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung. Deshalb sei es besser, bestehende ökologische Flächen aufzuwerten und nicht immer nur neue Ausgleichsflächen auszuweisen. Auch die Waldershofer Bürgermeisterin Friederike Sonnemann bedauerte die Flächenproblematik: "Die Stadt braucht immerzu Ausgleichsflächen. Die fallen dann wiederum für die Pacht weg."

Kreisbäuerin Christa Söllner blickte auf quer durch den ganzen Landkreis verteilte Veranstaltungen mit hochkarätigen Referenten und oftmals bis zu 100 Teilnehmern zurück. "Die Maiandacht war auch eine sehr schöne Veranstaltung. Ein Höhepunkt ist natürlich immer der Landfrauentag", erinnerte Söllner. Im Herbst stünden die Neuwahlen der Ortsbäuerinnen an. 2017 werde auf Kreisebene eine neue Führungsriege gewählt. Nach zehn Jahren als Kreisbäuerin werde sie nicht mehr kandidieren, sondern einer jüngeren Nachfolgerin Platz machen.

"Ich denke wir haben eine Vorzeigeführung bei den Landfrauen in Tirschenreuth", lobte BBV-Kreisobmann Ely Eibisch. Die Mais- und Grasernte werde heuer so üppig ausfallen, dass sich die Produzenten schon jetzt um Abnehmer kümmern sollten. Landwirtschaftsminister Helmut Brunner habe beim Besuch auf dem Hof von Thomas Beer in Kleinsterz angekündigt, die Diversifizierung landwirtschaftlicher Betriebe künftig stärker zu fördern.

Entsprechend sollte man sich mit der Betriebsentwicklung darauf einstellen. Bezüglich der Stromtrassen sei der BBV dabei, ein Rahmenpaket für wiederkehrende Ausgleichszahlungen vorzubereiten. BBV-Geschäftsführer Ulrich Härtl kündigte Informationsveranstaltungen zu den Themen Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Testament an. Bernhard Zintl von der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung sprach von rückläufigen Unfallzahlen, die allerdings auch auf die weniger werdenden Betriebe zurückzuführen seien.

Die Präventionskurse und Gesundheitsangebote seien im Internet einsehbar. Die neue Vorsitzende im Ring junger Landfrauen, Maria-Sofie Schneider aus Kleinklenau, stellte sich vor. Beim Bauernmarkt und bei den Fischwochen würden die jungen Landfrauen die Kinderbetreuung übernehmen.
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