Ausstellung im Musikbahnhof "Schaffnerlos"
Gefühle auf Leinwand

Klaus Sommerer (rechts) und Gerti Baumgärtel präsentieren "Schwarz-Rot-Gold und das Fremde". Ein Bild, das vor dem Eindruck der aktuellen Flüchtlingsproblematik entstand. Bild: kro
Vermischtes
Waldershof
15.12.2015
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Zum ersten Mal zeigt der Lorenzreuther Maler Klaus Sommerer seine Werke in einer Ausstellung in der Oberpfalz. Im Musikbahnhof "Schaffnerlos" in Waldershof sind 18 seiner eindrucksvollen Bilder zu sehen. Die Ausstellung läuft noch bis Ende Januar 2016.

Als Laudatorin konnte Klaus Sommerer für die Vernissage am Freitagabend Bürgermeisterin Friederike Sonnemann gewinnen. Sonnemann verwies darauf, dass diese Ausstellung, die unter dem Motto "Abstrakter Expressionismus" stehe, eine Premiere im "Schaffnerlos" darstelle.

Friederike Sonnemann zeichnete den künstlerischen Werdegang des Künstlers nach, der sein Leben lang der Malerei zugewandt war. Das meiste Fachwissen habe sich Sommerer selbst angeeignet, zudem besuchte er diverse Kunstkurse. Die Werke Sommerers seien meist nicht gegenständlicher Art, sondern bei ihm stehe der Entstehungsprozess im Mittelpunkt. Der Künstler integriere unbewusste Gedanken und Spontanität, emotionale Ideen, innere Gefühle und auch Zufälle, menschliche Lebenssituationen, eigene Erlebnisse und spezielle Eindrücke aus der Natur in den kreativen Entstehungsprozess. Einige neue Bilder von Sommerer entstanden in diesem Jahr mit der sogenannten "Rackeltechnik" in Acryl, ein sehr aufwendiges Malen, bei dem viel Farbe verwendet werde. Eines dieser eindrucksvollen Werke heiße "Schwarz-Rot-Gold und das Fremde", das sich mit der aktuellen Flüchtlingsproblematik befasse. Für Klaus Sommerer sind die aktuellen Weltereignisse eine wichtige Grundlage für weitere eigenständige Interpretationen und Bedeutungsebenen, die für seine Weiterentwicklung wichtig seien. Sommerers Grundsatz: "Meine Kunst sind meine abstrakten Emotionen." Ein reales Bild wirke irgendwann langweilig und fade, ein gegenstandsloses, abstraktes Bild erwecke hingegen beim Betrachter immer wieder neue Perspektiven, Blickwinkel und Fantasien. Eine Kunstausstellung im "Schaffnerlos" sei eine wahre Symbiose, meinte Sonnemann abschließend, denn beide seien eindrucksvolle Werke. Gesanglich umrahmte die Vernissage Kabarettistin Gerti Baumgärtel. Sie sang Lieder aus den 20er Jahren.
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