Ehrenamt tut allen gut

Die goldene Ehrenamtskarte verlieh stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler (links) an Rudolf Lang für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst. Bürgermeisterin Friederike Sonnemann freute sich über diese Auszeichnung mit. Bild: kro
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Waldershof
25.09.2016
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Ehre, wem Ehre gebührt: Wer jahrzehntelang für seine Mitbürger im Einsatz ist, hat eine Auszeichnung verdient. Rudolf Lang ist einer von vielen, die sich unentgeltlich engagieren.

Erstmals richtete die Stadt einen Ehrenamtsabend aus Im Mittelpunkt des Abends am Freitag im Pfarrheim stand dabei Rudolf Lang von der Feuerwehr Poppenreuth. Er erhielt aus den Händen des stellvertretenden Landrats Dr. Alfred Scheidler die goldene Ehrenamtskarte für 40 Jahre aktiven Dienst. Die blaue Ehrenamtskarte hätte Thomas Kuhbandner von den Musik- und Heimatfreunden Hohenhard erhalten sollen, er war jedoch beruflich bedingt an der Teilnahme verhindert.

Bürgermeisterin Friederike Sonnemann freute sich über den guten Besuch, ehe sie eine fiktive Geschichte aus Waldershof erzählte: In der Stadt gebe es keinen einzigen Verein, alle langweilten sich. Fehlanzeige auch bei der Feuerwehr, die bei einem Brand oder einem Unfall ausrücke. In der Stadt herrsche kein soziales Leben, weil sich niemand ehrenamtlich engagiere, eben eine leblose Kommune. "Diese Geschichte ist Gott sei Dank fiktiv, sie entspricht nicht der Wahrheit", betonte die Bürgermeisterin. Waldershof sei eine sehr aktive Kommune, die in allen Bereichen viel biete - sei es im Sport, in der Natur, bei den Feuerwehren oder dem Roten Kreuz, Das sei dem ehrenamtlichen Engagement vieler Bürger zu verdanken. Um dies zu würdigen, veranstalte die Stadt sehr gerne diesen Empfang.

Stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler zitierte den ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl, wonach ohne die vielen Frauen und Männer im Ehrenamt Deutschland um vieles ärmer und das Gemeinwesen so nicht denkbar wäre. Bei dem heutigen Leistungsdruck und der Hektik im Berufsleben werde es immer schwieriger, Ehrenamtliche zu finden, wusste Scheidler. Da sei es nicht verwunderlich, wenn viele nach dem Motto handelten: "Jeder denkt an sich, nur ich denk an mich". Aber es gebe Ausnahmen. Vor allem im ländlichen Raum seien Menschen bereit, sich ehrenamtlich zu engagieren und in Vereinen entsprechende Aufgaben zu übernehmen. Das sei nicht nur eine Aufgabe, sondern mache auch viel Freude. Das Ehrenamt sei nicht nur ein Gewinn für andere, sondern auch für einen selbst: "Es gibt kein schöneres Gefühl, als gebraucht zu werden. Aber wichtig ist, nicht ausgenützt zu werden." Gerade Menschen, die ein Ehrenamt ausübten, stünden mit beiden Beinen im Leben, seien selbst aktiv und erwarteten nicht, dass alles für sie geregelt wird. Der stellvertretende Landrat bemerkte auch, dass sich oft Menschen mit wenig Zeit engagierten, ganz im Gegensatz zu Menschen mit viel Freizeit.
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