Friedhofsmauer kracht auf Gräber

Beim Einsturz der Friedhofsmauer wurden sieben Gräber erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Bild: jr
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Waldershof
10.02.2016
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Von Sonntag auf Montag stürzte ein Teil der Poppenreuther Friedhofsmauer ein. "Glücklicherweise kam niemand zu Schaden. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn dort zufällig jemand gestanden wäre", sagt Josef Kaiser von der Kirchenverwaltung.

Poppenreuth. Die massive Steinmauer krachte auf einer Länge von rund zwanzig Metern zusammen. Steinbrocken stürzten auf Gräber. Kirchenverwaltungsmitglied Josef Kaiser beruhigt auf NT-Nachfrage: "Die Besitzer der sieben beschädigten Gräber müssen sich keine Sorgen machen. Die entstandenen Schäden werden finanziell ersetzt." Aus Sicherheitsgründen ist derzeit der Bereich nahe der umgestürzten Mauer abgesperrt. Der Schutt soll noch diese Woche verräumt werden.

"Der Fall der etwa 1,80 Meter hohen Friedhofsmauer kam nicht wirklich überraschend. Erstaunt waren wir nur, dass es jetzt so schnell gegangen ist", erklärt Josef Kaiser. Die Schäden an der Natursteinmauer waren bekannt, ein Statiker hatte bereits erste Untersuchungen vorgenommen. Glücklicherweise sei durch den Einsturz niemand verletzt worden.

Die entstandenen Schäden werden ersetzt.Josef Kaiser von der Kirchenverwaltung

Klar sei, dass die Mauer wieder aufgebaut werde. Ob dafür die Steine der eingestürzten Mauer wiederverwendet werden, stehe noch nicht fest. Die Kirchenverwaltung setze sich mit Stadtpfarrer Bernd Philipp nach dessen Rückkehr aus Altötting zusammen. Kaiser: "Der Friedhof muss in diesem Abschnitt weiter abgeschlossen sein."

Der Grund für das Zusammenbrechen der Mauer sei derzeit nicht bekannt. Statiker und Experten seien von keiner akuten Einsturzgefahr ausgegangen. Möglicherweise habe der Sturm der vergangenen Tage dazu beigetragen, dass die Friedhofsmauer umfiel. Aber auch andere Ursachen (etwa Absackungen im Boden) kämen in Frage. Besitzer des Friedhofs ist die Katholische Kirchengemeinde Poppenreuth. Sie ist jetzt gefordert, wieder für eine stabile Friedhofsmauer zu sorgen. Dass dies geschieht, daran lässt Josef Kaiser keinen Zweifel.
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