Jeder Einsatz eine Überraschung

Die Freien Wähler Waldershof besuchten die örtliche Feuerwehr. Kommandant Stefan Müller (rechts) stellte die Aufgaben vor. FW-Vorsitzende Michaela Härtl (Zweite von rechts) begrüßte zum Termin auch zweiten Bürgermeister Karl Busch (Fünfter von rechts) und dritte Bürgermeisterin Gisela Kastner (Dritte von links). Bild: jr
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Waldershof
29.06.2016
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Wie gewohnt sprach der Kommandant Klartext. Etwa, dass Absperrungen für Feste oder Verkehrsumleitungen eine freiwillige Sache der Feuerwehren sind: "Dies machen wir gerne, ist aber keine Pflicht."

In lockerer Atmosphäre ging der Besuch der Freien Wähler bei der Feuerwehr Waldershof über die Bühne. "Wir freuen uns auf die Feuerwehr. Wir wollen ihre Sorgen und Nöte erfahren", sagte die neue Ortsvorsitzende Michaela Härtl. Kommandant Stefan Müller stellte in seiner bekannt lockeren, aber auch bestimmten Form die Arbeit der Feuerwehr dar. Dabei machte er mehrmals deutlich, dass die Feuerwehr eine Pflichtaufgabe der Stadt Waldershof ist.

Wie Müller betonte, haben seine 35 Aktiven im Jahr etwa 60 Einsätze zu bewältigen. Diese reichten von Unfällen auf der A 93 - Waldershof sei mit zuständig für den Bereich Pechbrunn und Mitterteich - über technische Hilfeleistungen, Brandeinsätze und kleinere Aktionen. Absperrungen oder Umleitungen bei Festen seien eine freiwillige Sache der Feuerwehren.

Von den acht Ortsteilfeuerwehren sei jede eigenständig und für den jeweiligen Ort zuständig, sagte der Kommandant. Müller informierte die Freien Wähler, dass eine Feuerwehr innerhalb von zehn Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort sein soll. "Das ist nicht immer leicht." Der Waldershofer Feuerwehr stünden vier Fahrzeuge zur Verfügung. Auf Nachfrage erklärte der Kommandant, dass er derzeit keine Wünsche an die Stadt habe, mit der Ausstattung der Wehr zufrieden sei.

"Du weißt nie, was dich da erwartet", gab Müller näheren Einblick in die Arbeit. Da sei für die Einsatzkräfte schon oft Belastendes dabei. Bei der Feuerwehr gehe es geradezu militärisch zu: "Ich habe die Leitung und gebe die Befehle. Ich kann an einem Einsatzort nicht zu diskutieren anfangen." Stefan Müller, der seit zehn Jahren Kommandant der Waldershofer Feuerwehr ist, machte deutlich, dass an einem Einsatzort die Feuerwehr das Sagen hat. "Ich habe Entscheidungskraft über alle Rettungskräfte vor Ort, sogar über die Polizei", schmunzelte Müller. "Wenn ich einen Traktor brauche, nehme ich ihn mir."

Gleichwohl müsse sich die Feuerwehr auf dem Weg zu einem Einsatz an die Verkehrsregeln halten. "Wir müssen das akzeptieren und dürfen nichts erzwingen." Ausdrücklich dankte der Kommandant den Unternehmen aus der Stadt, die ihre Feuerwehrdienstleistenden zu Einsätzen weglassen. Mit Bedauern stellte er dagegen fest, dass nur wenige Mitarbeiter der Stadt auch aktive Feuerwehrmitglieder seien. Ähnlich wie andere Kommunen sollte die Stadt Dienstleistende bevorzugt einstellen, die dann auch in einem Ernstfall helfen könnten. Im Schulungsraum stellte Müller die Wehr und ihre Aufgaben noch detaillierter vor.
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