Kasimir Golebiowski freut sich an seinem 95. Geburtstag über viele Glückwünsche
Unverzagt trotz harter Zeiten

Kasimir Golebiowski (sitzend, Bildmitte) im Kreis der Gratulanten. Auch Bürgermeisterin Friederike Sonnemann (vorne links), zweiter Bürgermeister Karl Busch (hinten rechts) und Pfarrer Bernd Philipp (links) ließen Kasimir Golebiowski hochleben. Bild: wro
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Waldershof
20.01.2016
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Hohenhard. Bei guter Gesundheit feierte Kasimir Golebiowski im Kreis seiner Familie und zahlreicher Gratulanten seinen 95. Geburtstag. Auch Bürgermeisterin Friederike Sonnemann, ihr Stellvertreter Karl Busch und Pfarrer Bernd Philipp reihten sich in die Gratulantenschar ein.

Der Jubilar will immer informiert sein, täglich liest er Zeitung. Mit gemischten Gefühlen erinnert er sich an früher, an die harten Zeiten. Kasimir Golebiowski kam in einem kleinen Dorf nahe Krakau zur Welt. Als junger Mann, so erzählt er, sei er nach Deutschland verschleppt worden. Als Zwangsarbeiter sei er schließlich im Steinwald hängen geblieben. Dort habe er seine spätere Frau Elisabeth, die man im Dorf als "Bächer Liesl" kannte, kennengelernt. Die Liebe war gar nicht gerne gesehen, berichtet der Jubilar. Schrecklich die Erinnerungen an die Jahre in einem Konzentrationslager. Viel lieber erzählt der 95-Jährige von späteren glücklichen Jahren: "Trotz der schweren Zeit habe ich mich hochgearbeitet." Er war als Schneidermeister in Hohenhard tätig, führte nebenbei eine kleine Landwirtschaft. Aber das ist lange her; seine Frau starb vor über 15 Jahren. Kasimir Golebiowski deutet auf ein Bild. Es hängt über dem Kanapee und zeigt ein gut aussehendes Paar: Kasimir und seine Frau Elisabeth, die trotz der Kriegs- und Nachkriegswirren glückliche, zufriedene Eheleute waren.
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