Kritik an „Facebook-Demokratie“

Michaela Härtl (Mitte) ist die neue Vorsitzende der Freien Wähler in Waldershof. Die beiden Stellvertreter Winfried Neubauer und Carolin Dumler gratulierten mit einem Blumenstrauß. Bild: fpoz
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Waldershof
14.06.2016
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Die Führungsmannschaft der Freien Wähler in Waldershof ist wieder komplett. Bei der Mitgliederversammlung wurde Michaela Härtl einstimmig als Vorsitzende gewählt. Sie tritt die Nachfolge des tödlich verunglückten Helmut Kerwin an.

In ihrer Antrittsrede am Sonntagabend erinnerte Härtl an die vorbildliche Arbeit ihres Vorgängers, der sein Amt mit vollem Engagement und Begeisterung ausgefüllt habe. Auf die Arbeit der Freien Wähler vor Ort eingehend sagte die neue Vorsitzende: "Für die Bürger sind wir die aktivste Partei in Waldershof."

Härtl untermauerte diese Aussage mit den Aktivitäten von Karl Busch im Seniorenbereich, der jährlich über 80 Veranstaltungen durchführe. Ebenfalls vielseitig sei der Einsatz von Hilde Schug, die sich um die Bereiche Kinder und Familien kümmere. Als Beispiel nannte die Vorsitzende die Oma-Börse und das regelmäßige Treffen mit jungen Familien im alten Rathaus. Michaela Härtl selbst hat den Leseclub ins Leben gerufen, der inzwischen 16 Stunden Programm in der Woche anbietet und auch Deutschkurse für Asylbewerber durchführt. Zudem sind zweiter Bürgermeister Karl Busch und Gisela Kastner bei zahlreichen Anlässen als offizielle Vertreter der Stadt im Einsatz. Weiter engagieren sich die Freien Wähler seit vielen Jahren beim Ferienprogramm der Stadt.

Auf diesen Aktivitäten will sich Michaela Härtl nicht ausruhen. Als dringlichste Aufgaben sieht sie die Überarbeitung der FW-Homepage, das Wiederaufleben regelmäßiger Bürgerstammtische, den Kontakt zu örtlichen Unternehmen durch Betriebsbesichtigungen und die Werbung neuer Mitglieder. Aktuell zählen die Freien Wähler 25 Mitglieder.

Dank sagte die Vorsitzende an die beiden Stellvertreter Winfried Neubauer und Carolin Dumler für ihr Engagement nach dem plötzlichen Tod von Helmut Kerwin. Neubauer erinnerte an zahlreiche Besprechungen zu kommunalpolitischen Themen. Fraktionssprecherin Gisela Kastner nahm unter anderem Stellung zum Bebauungsplan auf der Rosenthal-Brache, zur Sporthalle, zur Neugestaltung des Marktes und des Stadtparks, zum Breitbandausbau und zur Schulsanierung.

Die Zusammenarbeit im Stadtrat sei im Großen und Ganzen gut und sachlich. Nicht anfreunden konnte sich Kastner mit der "Facebook-Demokratie" von Bürgermeisterin Friederike Sonnemann zu den Themen Kreisverkehr und Flüchtlingsunterkunft. Hier hätten die Freien Wähler Kritik geübt, denn "letztendlich muss der Stadtrat nach Abwägung und Diskussion und unter Berücksichtigung von Gesetzen und Kosten Entscheidungen treffen." Die persönliche Zusammenarbeit mit Sonnemann bezeichnete Kastner als gut.
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