Linden auf Rosenthal-Areal stark geschädigt
Hohl und morsch

90 Prozent der gefällten Linden auf der Rosenthal-Brache hatten Stammfäule oder morschen Stellen. Bild: privat
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Waldershof
28.11.2016
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Beim Fällen der Lindenallee auf dem ehemaligen Rosenthal-Gelände zeigte sich: Viele Bäume waren morsch und hohl. "Sehr wahrscheinlich hätten diese Bäume schon aus Gründen der Verkehrssicherheit in absehbarer Zeit gefällt werden müssen", informiert Josef Kaiser, Geschäftsleiter im Waldershofer Rathaus.

Bekanntlich hat die Stadt Waldershof für das ehemalige Rosenthal-Areal einen Bebauungsplan für ein Gewerbegebiet aufgestellt und damit die Voraussetzung für eine gewerbliche Folgenutzung geschaffen.

Die Rodung wurde nach Durchführung einer speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung und in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt Tirschenreuth vorgenommen, erläutert Josef Kaiser und berichtet: Laut dem Ergebnis des naturschutzfachlichen Gutachtens sind die Auswirkungen der Baumfällung für Tierarten "so gering, dass die ökologische Funktionalität der betroffenen Lebensräume im räumlichen Zusammenhang gewahrt wird und eine Verschlechterung der Erhaltungszustände der lokalen Populationen nicht gegeben ist". Für Kaiser ist wichtig: "Selbstverständlich wird dieser Eingriff durch entsprechende Neupflanzungen und zusätzliche landschaftspflegerische Maßnahmen ausgeglichen." Nach Abschluss der Rodungsarbeiten zeigte sich, dass etwa 90 Prozent des Baumbestandes geschädigt war, so Kaiser. "Stammfäule und zahlreiche morsche Stellen vor allem an den ersten Astgabelungen machen deutlich, dass nur noch von einer eingeschränkten Vitalität der Bäume und damit von einer begrenzten Lebensdauer auszugehen war."

Bürgermeisterin Friederike Sonnemann unterstreicht in diesem Zusammenhang: "Die Entscheidung, die Bäume zu entfernen war notwendig und vernünftig. Sie erfolgte nach Abwägung der Belange der Wirtschaft zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen mit den umweltschützenden Anforderungen, die durch Ausgleichsmaßnahmen in vollem Umfang erfüllt werden."
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