Nur eine Gegenstimme

Der FGV Waldershof ist nicht nur gut zu Fuß unterwegs. Neben Wanderungen locken vielfältige Veranstaltungen, wie eine Foto-Schau zeigte. So hatten die Teilnehmer der Kanutour auf dem Schwarzen Regen im Juli eine Menge Spaß. Bild: hfz
Vermischtes
Waldershof
21.11.2016
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Die Argumente dagegen waren vielfältig. Dennoch beschloss die Ortsgruppe Waldershof des Fichtelgebirgsvereins, die Mitgliedsbeiträge zu erhöhen. Den Jahresrückblick gestaltete der FGV als Foto-Schau.

Stellvertretender FGV-Vorsitzender Peter Rubner wies in der gut besuchten Veranstaltung im evangelischen Gemeindehaus - vorher wurde bei einem Gottesdienst der verstorbenen Mitglieder gedacht - darauf hin, dass in der Jahreshauptversammlung des FGV-Hauptvereins, die Delegierten eine Erhöhung der Beiträge, die Ortsvereine/Ortsgruppen an den Hauptverein abführen müssen, zum 1. Januar 2017 beschlossen haben. Begründet wurde die Erhöhung mit der finanziell angespannten Lage des Hauptvereins, die unter anderem durch hohe Kosten für die vereinseigenen Häuser und einen zunehmenden Mitgliederschwund und dadurch fehlende Einnahmen begründet sei.

Die Ortsgruppe Waldershof mit etwa 470 Mitgliedern führt in diesem Jahr etwa 4600 Euro an den Hauptverein ab, heißt es in einer Mitteilung der Vereinsführung. Sollten die Beiträge nicht angepasst werden, so Peter Rubner, "müssten wir salopp gesagt draufzahlen und könnten unseren Aufgaben nicht wie gewohnt nachkommen". Die Ortsgruppe gewährt Zuschüsse zu Wanderfahrten, betreibt eine aktive Mitgliederbetreuung und investiert beständig in die vereinseigene Anlage am Hammerrang. "Am Ende stünde unsere Ortsgruppe vor der Auflösung", mahnte Rubner. Der stellvertretende Vorsitzende stellte die "moderate Erhöhung" vor. Der Beitrag für die Vollmitgliedschaft soll von 17 Euro auf 25 Euro, der Ehegattenbeitrag von 6 Euro auf 12 Euro und der fürs erste weitere Familienmitglied (Kind/Jugendlicher) von 4 auf 8 Euro erhöht werden. Elfriede Haensel, ein Urgestein der Waldershofer Ortsgruppe, eröffnete die Diskussion: "Mit unserem guten Kassenstand brauchen wir keine Beitragserhöhung. Wir pfeifen doch nicht aus dem letzten Loch." Raimund Rauch befürchtete, dass Mitglieder austreten. Fridebert Greger war überzeugt, dass durch die Beitragserhöhung die vereinseigenen Häuser auch nicht erhalten werden können. Zudem mache der Hauptverein den Wirten mit Pachterhöhungen das Leben schwer. Adolf Greger befand, dass ein aktives Vereinsleben wichtiger sei als eine gut gefüllte Kasse. Horst Rosenstock regte an, "Geburtstage zu strecken", da die Menschen immer älter würden. Josef Nachbar als Befürworter der Beitragserhöhung stellte fest: "Wir sind dann immer noch billiger als die meisten anderen Vereine im Stadtgebiet." Am Ende wurde die Beitragserhöhung zum 1. Januar 2017 bei einer Gegenstimme angenommen. Mit einer Foto-Schau ließ der Verein das für alle Altersgruppen attraktive Jahresprogramm 2016 Revue passieren. Neben den zahlreichen Wanderungen wurde dabei auch auf die aktive Nachwuchsarbeit verwiesen.

Nach Leipzig


Zum Schluss der Versammlung gab Peter Rubner noch eine Vorausschau auf das Programm 2017. Bereits am Samstag, 3. Dezember, steht eine Fahrt zum Weihnachtsmarkt nach Leipzig im Kalender. Es sind noch Plätze frei. Die Fahrtkosten für Mitglieder betragen 20 Euro, für Nichtmitglieder 25 Euro.

Wir pfeifen doch nicht aus dem letzten Loch.Elfriede Haensel
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