P-Seminar Informatik baut zwei Gebäude aus Marktredwitz nach - Modelle aus dem 3-D-Drucker
Primiz überragt alles

Waldershof. (kro) Einen Auftritt der Extraklasse legte am Samstagabend im Musikbahnhof "Schaffnerlos" die Band "The Stimulators" hin. Der Besuch war ausgezeichnet. Von Beginn an sorgten Peter Schneider und seine Band für ausgelassene Stimmung. Reggae, Jazz, Blues, Funk und Salsa kamen an. Die Konzertbesucher genossen einen unvergesslichen Abend. Bild: kro
Vermischtes
Waldershof
29.02.2016
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Mehr als zufrieden mit dem Ergebnis des P-Seminars sind die Schüler des OHG. Mit im Bild Stadtarchivarin Edith Kalbskopf und Bauamtsleiter Stefan Büttner (vorne links) sowie Robert Sroka, Einkaufsleiter bei Scherdel, Oberbürgermeister Oliver Weigel und Lehrer Markus Hartung (von rechts). Bild: fph

75 Mitglieder machten die Feuerwehr Helmbrechts bislang zu einer starken Truppe. Nun sind es 76. Zweiter Bürgermeister Karl Busch war von den Aktivitäten so begeistert, dass er am Freitagabend spontan beitrat.

Helmbrechts. Vor allem das gesellschaftliche Engagement der Feuerwehr Helmbrechts beeindruckte den zweiten Bürgermeister. Karl Busch würdigte die Leistungen in der Jahreshauptversammlung in der "Keglerklause zum Roßkopf". Dabei stellte er heraus: "Die Arbeit der Wehren wird in der Bevölkerung anerkannt." Er wusste auch, dass die Anforderungen an die Aktiven in den vergangenen Jahren immer mehr geworden seien. Umso erfreulicher sei die Ausbildungs- und Übungsbereitschaft der Aktiven. Busch weiter: "Die Feuerwehren sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Rettungswesens." Die Priesterweihe und die Primizfeier von Johannes Kappauf, Mitglied der Helmbrechtser Wehr, war das überragende Ereignis im vergangenen Jahr, so Vorsitzender Konrad Ernstberger in seinem Rechenschaftsbericht. Die Wehr sei bei allen Terminen aktiv dabei gewesen, habe unter anderem den "Feststodl" in Poppenreuth hergerichtet und viele organisatorische Aufgaben übernommen.

"Einmaliges Erlebnis"


Ernstberger würdigte die Arbeit aller Helfer, um dann zu resümieren: "Es war ein einmaliges Erlebnis." Der Vater des Neupriesters, Reinhold Kappauf, Schriftführer der Helmbrechtser Feuerwehr, dankte noch einmal im Namen der Familie für die Arbeit und Unterstützung. In seinem weiteren Bericht erinnerte Vorsitzender Konrad Ernstberger an zahlreiche Festbesuche und an die Teilnahme an kirchlichen Veranstaltungen, wie der Amtseinführung des neuen Stadtpfarrers Bernd Philipp in Waldershof. Ernstberger wies darauf hin, dass sich die Feuerwehr Helmbrechts auch weiterhin nicht dem Kreisfeuerwehrverband anschließen werde. Dahinter stehe der gesamte Vorstand. Abschließend lud der Vorsitzende zu einem Erste-Hilfe-Kurs ein, der am 3./4. März stattfindet.

Kommandant Thomas Stilp verwies auf einen Einsatz, bei dem ein umgestürzter Baum beseitigt werden musste. Im vergangenen Jahr fanden zwölf Übungen statt; zwei Aktive besuchten Lehrgänge. Sabine Kellner absolviert 2016 einen Gruppenführer-Lehrgang in Kareth-Lappersdorf. Stilp wies darauf hin, dass am Maschinistenübungsdienst alle Aktiven teilnehmen können. Aktuell hat die Helmbrechtser Wehr 20 Aktive. Kreisbrandmeister Günther Fachtan dankte den Aktiven für ihre Bereitschaft sich fortzubilden. Bedauerlich nannte er die Entscheidung, weiterhin nicht dem Kreisfeuerwehrverband beizutreten. Fachtan informierte, dass von den 105 Feuerwehren im Landkreis nur acht nicht im Kreisfeuerwehrverband seien. Drei von diesen acht kämen aus seinem Kreisbrandmeisterbereich. "Vielleicht kann der Verein seine Entscheidung noch einmal überdenken."

Fleißig üben


s Feuerwehr-Kommandant Stefan Müller betonte das gute Miteinander aller Wehren und richtete einen Appell an die Aktiven, den Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen. Beim Thema Digitalfunk bat er um fleißiges Üben, denn ab Mai/Juni werde der Funkbetrieb wohl nur noch digital laufen.

Schmerzhafter Disco-Besuch

Marktredwitz. Anzeige wegen Körperverletzung erstattete am Sonntag ein 16-Jähriger bei der Polizei in Marktredwitz. Der junge Mann war am frühen Sonntagmorgen in einer Discothek am Günthersweiherweg von einem bislang unbekannten Täter ins Gesicht geschlagen worden. Wer den Vorfall beobachtet hat, soll sich bei der Polizei Marktredwitz melden, Telefon 09231/9676-0.

Mehrere Pakete unterschlagen

Arzberg. Die Polizei ermittelt derzeit gegen einen 25-jährigen Mann aus dem Landkreis Wunsiedel. In seiner Funktion als Paketzusteller soll er in den zurückliegenden Monaten mehrere Pakete unterschlagen haben.

Volkshochschule

Multivision über Kuba

Marktredwitz. In ihrer Reihe "VHS-Weltgesichter" zeigt die Volkshochschule Fichtelgebirge in Marktredwitz heute Abend um 19.30 Uhr im "Cineplanet"-Kino, Leopoldstraße 34, die Multivision "Kuba - Zwischen Traum und Wirklichkeit". Die Abendkasse vor dem Kinosaal öffnet um 18.30 Uhr. Kartenreservierung unter Telefon 09231/5115.

Marktredwitz. (fph) Eine Kirche dauert zwei Tage, ein Rathaus ist dagegen schon in zehn Stunden zu haben. Diese eher außergewöhnliche Feststellung traf das P-Seminar Informatik des Otto-Hahn-Gymnasiums in Marktredwitz. Die Schüler haben nämlich Marktredwitzer Gebäude visualisiert oder besser gesagt am Computer konstruiert. Als Bonbon sozusagen hat das Marktredwitzer Unternehmen Scherdel aus den Daten der Schüler zwei maßstabsgetreue Modelle aus dem 3-D-Drucker "gezaubert".

Das Projekt-Seminar solle als Teil der gymnasialen Oberstufe den Schülern einen Einstieg in die Berufswahl geben, erklärte Seminar-Betreuer Markus Hartung beim Projektabschluss im Historischen Rathaus. "Wir sollen dabei immer mit einem außerschulischen Partner oder einer Institution zusammenarbeiten." So hatte es sich die Informatikklasse zur Aufgabe gemacht, zwei Gebäude der Stadt mit der Grafiksoftware Blender zu entwerfen. "Die Voraussetzungen waren ein gutes Vorstellungsvermögen, Lust am Tüfteln und eine hohe Frustrationstoleranz", erklärte Hartung. Letzteres vor allem wegen des Funktionsumfangs und der Komplexität der Software.

Aus allen Perspektiven


Um ihre Leidensfähigkeit nicht allzu sehr unter Beweis stellen zu müssen, seien die Schüler dann auf das Programm Sketch Up umgestiegen. "Das ist frei erhältlich und leichter zu bedienen", sagte Lehrer Markus Hartung. Zunächst musste sich die Klasse über die zwei darzustellenden Objekte einig werden. "Die Wahl fiel ziemlich schnell auf die Herz-Jesu-Kirche und das Historische Rathaus", sagte David Gonsior. Dann schossen die Schüler Aufnahmen der beiden Gebäude aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Die Fotos seien für die spätere Arbeit am Computer wichtig gewesen, betonte Gonsior.

Weil sich aber alleine aus den Ansichten die Bauwerke nur unzureichend genau hätten darstellen lassen, machte sich das P-Seminar mit dem Marktredwitzer Bautechniker Rainer Nirsberger nochmals auf den Weg. Mit einem Tachymeter maßen sie rund 80 markante Punkte und die Dachneigungen der Kirche und des Rathauses ein. "Das ginge natürlich auch genauer, aber dafür hätten wir viel mehr Zeit investieren müssen", erläuterte Rainer Nirsberger. Manch fehlende Daten konnten die Schüler aus alten Plänen ermitteln, die ihnen Edith Kalbskopf vom Stadtarchiv zur Verfügung gestellt hatte. "Außerdem haben wir aus unseren Fotos weitere Punkte errechnen können", erklärten die OHG-Schüler. Mit den so gewonnenen Daten fütterten die Schüler das Programm Sketch Up.

Schwer beeindruckt


Aus den Punkten wuchsen nach und nach Linien, Kanten, Ebenen und Flächen, bis auf dem einen Monitor das Historische Rathaus, auf dem anderen die Herz-Jesu-Kirche als frei bewegliches 3-D-Modell zu sehen waren. Schwer beeindruckt zeigte sich der Marktredwitzer Oberbürgermeister Oliver Weigel, der sich bei den Jugendlichen und ihren Betreuern bedankte. Beruhigt könne er feststellen, dass das Historische Rathaus nun als 3-D-Computermodell vorliege. "Macht das auch mit der Glasschleif, dann brauchen wir die nicht zu sanieren, sondern nur auszudrucken", sagte Weigel augenzwinkernd.

Die 3-D-Drucke seien eigentlich nicht geplant gewesen, sagte Hartung. "Sie sind in Zusammenarbeit mit der Firma Scherdel entstanden." Zwei verschiedene Drucksysteme habe das OHG mit Unterstützung der Scherdel-Techniker ausprobieren dürfen. Deshalb sei das Rathaus auch schneller fertig gewesen. Dafür aber entschädigt der Detailreichtum des anderen Modells - sogar die Uhrzeit am Kirchturm ist zu erkennen - für die lange Wartezeit.

Katholische Gottesdienste. Kirche St. Sebastian: Dienstag, 1. März, 16 Uhr Senioren-Service-Haus Messe.

Bürgersprechstunde. Mittwoch, 2. März, 17 bis 19 Uhr, bei Bürgermeisterin Friederike Sonnemann im Rathaus.

Reparaturcafé. Heute, 15 bis 16 Uhr, im Alten Rathaus, Markt 11, geöffnet. Mit Kleidertauschbörse.

Poppenreuth

Katholische Gottesdienste. Kirche Mariä Heimsuchung: Montag, 29. Februar, 18 Uhr Kreuzwegandacht und stille Anbetung.

Marktredwitz

Katholische Gottesdienste. Theresienkirche: Dienstag, 1. März, 18.25 Uhr Rosenkranz, 19 Uhr Messe. St.-Marien-Kirche Lorenzreuth: Dienstag, 1. März, 18 Uhr Messe.
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