Pfarrer Bernd Philipp feiert Priesterjubiläum
Ein Hirte, der den richtigen Weg weist

Stadtpfarrer Bernd Philipp (Mitte) feierte am Sonntag Priesterjubiläum (25 Jahre). Mit am Altar standen Prediger Pfarrer Erich Renner (Zweiter von rechts) und Diakon Harald Schraml aus Neusorg (Zweiter von links). Bild: jr
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Waldershof
26.06.2016
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Mit je einer Rose gratulierten die Mädchen und Jungen des Kindergartens St. Sebastian Pfarrer Bernd Philipp. Bild: jr

Mit einer beeindruckenden Festmesse gratulierten am Sonntag die Pfarrgemeinde St. Sebastian, die Expositur Poppenreuth und die Filiale Lengenfeld ihrem Pfarrer Bernd Philipp, der silbernes Priesterjubiläum feierte.

Der Festtag begann mit einem Kirchenzug. Angeführt von den Steinwaldmusikanten Pullenreuth zogen die Waldershofer Vereine von der alten Pfarrkirche ins neue Gotteshaus. Vor der neuen Pfarrkirche erwartete ein herrlicher Blumenteppich, gelegt von den Frauen der Kolpingsfamilie, des Frauenbunds und der KAB, die Geistlichen. "Schöpft voll Freude aus den Quellen des Heils" stand mit Blumen geschrieben auf dem Pflaster. Begleitet von festlichen Fanfarenklängen zog der Kirchenzug ins voll besetzte Gotteshaus. Die Fahnenabordnungen von dreizehn Vereinen nahmen im Altarbereich Aufstellung. Dort hieß Kirchenpfleger Hilmar Wollner die Gäste und Stadtpfarrer Bernd Philipp willkommen. "25 Jahre priesterlicher Dienst sind eine kurze und eine lange Zeit. Seit zehn Monaten sind Sie jetzt unser Pfarrer. Wir sind froh und dankbar, dass Sie zu uns gekommen sind", sagte Wollner. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass der Stadtpfarrer schon als kleiner Junge gerne von Nagel nach Waldershof kam. Freilich wusste er damals noch nicht, dass er später einmal hier als Stadtpfarrer wirken würde. Hilmar Wollner charakterisierte Pfarrer Bernd Philipp als einen Menschen, der Moderator und Kommunikator sein muss. "Er soll ein Begleiter für die Menschen in allen Lebenslagen sein." Oberin Schwester Reinlindis überbrachte die Glückwünsche der Mallersdorfer Schwestern aus Obertraubling, der Vorgängerstation des Stadtpfarrers. Dann kam der große Auftritt von 16 Kindern des Kindergartens St. Sebastian. Tänzerisch überbrachten sie dem Stadtpfarrer ihre Glückwünsche, ehe sie abschließend jeweils mit einer herrlich duftenden Rose gratulierten. Sichtlich bewegt dankte Stadtpfarrer Bernd Philipp für die vielen Glückwünsche. "Ich habe allen Grund, dem lieben Gott zu danken. Er hat mir den Weg zur priesterlichen Berufung gezeigt und mich in seine Nachfolge berufen. Ich danke dem lieben Gott, dass er mich die vergangenen 25 Jahre begleitet hat. Ich danke den Menschen, die mich begleitet haben."

"Priester ist man nicht nur nebenbei, sondern auf ewig, ganz und gar mit Haut und Haaren. Als Priester ist man ein Mann Gottes", sagte Pfarrer Erich Renner aus Donaustauf; er hielt die Predigt. Pfarrer Renner wusste, dass heute auf einem Priester viele Erwartungen ruhen, "aber kann er diese auch erfüllen. Ein Priester ist ein Mensch wie du und ich, mit Fehlern und Sünden." Der Prediger betonte, wenn ein Mensch zum Priester geweiht werde, sei dies auch die Frucht des Gebetes. "Es zeigt, unsere Gebete werden erhört." Die Gläubigen seien aufgefordert um neue Priester zu beten. "Ein Priester soll in erster Linie Seelsorger sein. Er muss die Wahrheit des Evangeliums verkünden und die schmeckt nicht jedem, weil dies auch Umkehr bedeutet." Auch solle ein Priester Wegbegleiter für die Menschen sein. "Ein Priester ist ein Hirte, der vorangeht und den richtigen Weg zeigt. Und er passt auf, dass sich auch keiner verirrt. Priester sind die Verbindung zum Himmel. Und ein guter Priester ist stets auch ein guter Zuhörer und Gesprächspartner." Einen Tipp hatte Pfarrer Renner noch für die Waldershofer: "Rennt eurem Pfarrer die Türe zum Beichtstuhl ein. Er freut sich darüber, ich weiß das." Zum Ende des Gottesdienstes ergriff Bürgermeisterin Friederike Sonnemann das Wort und überbrachte die Glückwünsche der Stadt. Mit dem Segen und dem feierlichen "Te Deum" endete der über zweistündige Festgottesdienst.

Ich habe allen Grund, dem lieben Gott zu danken. Er hat mir den Weg zur priesterlichen Berufung gezeigt.Pfarrer Bernd Philipp
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