Waldershofer Ortsgruppe des Fichtelgebirgsvereins auf dreitägiger Tour im Altmühltal
Wanderer trotzen dem Regen

Drei tolle Wandertage erlebte eine Gruppe des FGV Waldershof im Altmühltal. Bild: hfz
Vermischtes
Waldershof
29.09.2016
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Drei tolle Wandertage erlebte eine Gruppe des FGV Waldershof im Altmühltal. Bild: hfz

""Schön und nass" - diese beiden Schlagworte bringen das Wanderwochenende des Fichtelgebirgsvereins auf den Punkt. Von traumhaftem Wanderwetter bis hin zu Regenfällen war alles dabei. Dennoch hatten die drei Wanderungen alles zu bieten, was das Herz eines Wanderers höher schlagen lässt.

Die zur Tradition gewordene Mehrtageswanderung führte die Waldershofer Ortsgruppe des FGV heuer in das landschaftlich reizvolle Dreieck Kelheim-Weltenburg-Riedenburg - auf vielfachen Wunsch über drei Tage hinweg. In Fahrgemeinschaften ging es ins Altmühltal, um die erste Tour zu starten, die überwiegend auf dem Riedenburger Schlaufenweg 25 verlief. Los ging's an der Wallfahrtskapelle Maria Hilf bei Emmerthal (Riedenburg). Mit dem Aufstieg auf den Dietzenhofener Berg stand der erste und auch einzige anstrengende Abschnitt an. Dafür wurden die Teilnehmer mit einer wunderbaren Aussicht belohnt. Auf dem weiteren Weg zum Teufelsfelsen ließen von Sonne durchflutete Laubwälder und bequeme Wege den Alltagsstress vergessen.

Beeindruckende Sicht


Die steil abfallende Felsgruppe bietet eine beeindruckende Sicht über das Altmühltal. Der Sage nach stand auf dem Felsen einst ein Kloster, welches aber zerstört und durch des Teufels Gewalt ganz vernichtet worden sei. Von hier waren es nur noch wenige Minuten bis zur Einkehr in Jachenhausen. Zurück ging es durch das Emmertal und die ersten 13 Kilometer waren geschafft.

Die für den nächsten Tag vorgesehene Wanderung sollte auf der letzten Etappe des Altmühltal-Panoramawegs verlaufen. Leider hatte das Wetter über Nacht umgeschlagen und es regnete. So entschied das Organisationsteam mit Günter Reizammer und Gerald und Roland Kunz die Strecke zu verkürzen. Los ging es wie ursprünglich geplant in Riedenburg, die Tour wurde jedoch mit Erreichen des Quartiers beim Felsenwastlwirt in Essing beendet. Dennoch kamen die Wanderer voll auf ihre Kosten. So konnte auf dem Weg nach Prunn die wildromantische Felsenklamm bei Einthal genossen werden.

Auf der gut erhaltenen Burg Prunn wurde eine Brotzeitpause eingelegt, ehe man sich auf den Weg zum Blautopf bei Essing machte. Auf dem entlang der Altmühl verlaufenden Essinger Kunstweg gab es allerhand Interessantes zu sehen. Nach 13 Kilometern im Regen unterschiedlicher Stärke freute man sich auf einen Kaffee.

Am Sonntagmorgen hingen die Wolken zwar tief, aber es blieb relativ trocken. Dies ermutigte dazu, den ersten Abschnitt des Weltenburger Höhenwegs zu streichen und durch die am Vortag weggefallene Wanderung über den Keltenwall zu ersetzen. So wurde diese abschließende Tour, die größtenteils auf pfadigen Waldwegen verlief, zu einem weiteren Höhepunkt des Wochenendes. Ausgehend von Essing überquerte die Gruppe die Altmühl auf dem "Tatzlwurm", wie die Spannbandbrücke aus Holz auch genannt wird. Sie wurde 1986 errichtet und war mit 189,91 Metern bis 2006 die längste Holzbrücke Europas. Nach etwa vier Kilometern war der Keltenwall erreicht, der mit einem kurzen heftigen Anstieg die Wanderer ins Schwitzen brachte. Genau zum Zwölfuhrläuten war die "Lange Wand" erreicht, die einen schönen Blick auf das Kloster Weltenburg bietet.

Auf Schleichwegen


Auf Schleichwegen ging es an der nicht ungefährlichen Wand entlang bis zu einem kleinen Rastplatz am Donaudurchbruch. Auf dem Weg zur von Touristen heimgesuchten Befreiungshalle hatten die pfiffigen Wanderführer einen besonders schönen, pfadigen Wegabschnitt durch Laubwald in natürlicher Stille gefunden. Mit dem Erreichen Kelheims waren fast 16 Kilometer zusammengekommen.

Nach einer abschließenden Stärkung machte sich die Wandergruppe nach einem erlebnisreichen Wochenende auf den Heimweg. Die Teilnehmer freuen sich schon heute auf die Mehrtagestour im nächsten Jahr.
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