Waldershofer richtet Waffe auf Polizisten und drückt ab
Versuchte Tötung

Symbolbild: dpa
Vermischtes
Waldershof
15.08.2016
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Als versuchte Tötung werten Polizei und Staatsanwaltschaft die Tat eines 58-jährigen Waldershofers. Der Mann gelangte während eines Polizeieinsatzes an die Dienstpistole eines Beamten, richtete die Waffe auf den Polizisten und drückte ab. Glücklicherweise löste sich jedoch kein Schuss.

Es war gegen 8.45 Uhr, als eine 54-jährige Frau die Integrierte Leitstelle (ILS) in Hof anrief, da ihr Ehemann sie mit einem Messer bedrohte. Die ILS Hochfranken gab diese Meldung unverzüglich an die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberpfalz weiter. Aufgrund der räumlichen Nähe wurde auch eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Marktredwitz verständigt.

Die Oberfränkischen Beamten trafen noch vor der Streife der zuständigen Polizeiinspektion Tirschenreuth am Einsatzort ein. Die Beamten betraten das Anwesen, trennten die Ehepartner im Wohnhaus räumlich voneinander und befragten sie zu den Vorkommnissen. Völlig unvermittelt attackierte der Ehemann sein Gegenüber und gelangte dabei im Gerangel an die Dienstwaffe des Polizisten. Der Mann richtete die Waffe auf den Beamten und betätigte nach derzeitigem Erkenntnisstand auch den Abzugshahn. Dabei löste sich kein Schuss.

Im weiteren Verlauf gelang es den beiden Beamten, den 58-Jährigen zu überwältigen und zu fixieren. Aus welchem Grund der Mann die Waffe gegen den Beamten richtete, ist nun Teil der laufenden Ermittlungen, die von der Kriminalpolizeiinspektion Weiden mit Hochdruck durchgeführt werden.
Bei dem Gerangel wurde der 59-jährige Polizeibeamte an der Hand verletzt und musste sich in ärztliche Behandlung begeben. Er konnte das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung wieder verlassen.

Der überwältigte Angreifer wurde vorläufig festgenommen. Der Mann erlitt leichtere Verletzungen am Kopf und wurde ebenfalls in einem Krankenhaus ambulant behandelt. Er befindet sich wieder in Polizeigewahrsam. Die polizeilichen Ermittlungen führt das Kommissariat 1 der Kriminalpolizeiinspektion Weiden durch. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft Weiden wird von einem versuchten Tötungsdelikt zum Nachteil des Polizeibeamten ausgegangen. Die Tatortarbeit übernahmen Spezialisten der Spurensicherung des Kommissariates 7 der Kriminalpolizei Weiden und der Kriminalpolizei Hof.

Nun gilt es, in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Weiden die näheren Umstände der zunächst ehelichen Auseinandersetzung und dem Angriff mit der Dienstwaffe zu klären. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wird der 58-Jährige am Dienstag, 16.08.2016 auf Antrag der Staatsanwaltschaft Weiden dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Weiden zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt
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