Wehr oft und hart gefordert

Seit 50 Jahren ist Rudolf Strenge (Bildmitte) bei der Feuerwehr Poppenreuth. Vorsitzender Markus Schultes (Dritter von rechts), dritte Bürgermeisterin Gisela Kastner (ganz rechts) und Kommandant Richard Wegmann (Vierter von links) sowie Ehrenmitglied Josef Schmidt (Dritter von links) gratulierten ihm und zahlreichen weiteren Jubilaren. Bild: wro
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Waldershof
09.01.2016
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Sichtlich zufrieden hielt die Feuerwehr Poppenreuth Rückschau. Das geleistete Pensum war enorm. Doch Vorsitzender Markus Schultes übte auch Kritik.

Poppenreuth. "Unsere Ortschaften blieben Gott sei Dank vor Feuer und größeren Katastrophen verschont", stellte Markus Schultes rückblickend beruhigt fest. Viele der 91 Feuerwehr-Mitglieder nutzten den Dreikönigstag, um den detaillierten Berichten in der Jahresversammlung zu lauschen. Schultes erinnerte an das Maibaumaufstellen, das Kaffeekränzchen und das Gartenfest an Fronleichnam. Die Vereinsfahrt führte in den Bayerischen Wald. Während des Herbstfestes musste die Wehr zu einem Einsatz an der Autobahn ausrücken. Das brachte den Ablauf völlig durcheinander, bedauerte Schultes. "Alles in allem war das Fest dennoch ein großer Erfolg. Sicher hatten der Zoigl und die Brotzeiten daran großen Anteil." Kritik übte Markus Schultes an den Planungen der örtlichen Vereine: "Es wäre wünschenswert, wenn künftig die vorher vereinbarten Termine eingehalten würden." Darunter habe zuletzt die Weihnachtsfeier gelitten. Schultes zeigte sich dennoch versöhnlich, da der Besuch trotz Konkurrenz einigermaßen zufriedenstellend gewesen sei.

Einen besonderen Höhepunkt nannte der Vorsitzende die Primiz von Johannes Kappauf. Außer bei den Vorbereitungen sei die Feuerwehr bei Absperrmaßnahmen und Verkehrssicherungen im Einsatz gewesen. Schultes schloss: "Natürlich nahmen wir auch am Heimatempfang und am Primizmahl im Stodl teil." Besonders bedankte sich der Vorsitzende bei den Feuerwehrfrauen, die zahlreiche Veranstaltungen möglich machen.

Sorgen bereitet dem Vorsitzenden die Teilnahme an Übungen. Er appellierte an "seine" Aktiven, die Übungsstunden zahlreicher zu besuchen und mahnte: "Schließlich gewährleisten sie doch auch den Feuerschutz." Kommandant Stefan Müller von der Stützpunktwehr Waldershof ergänzte: "Es brennt nicht anders als früher, aber man löscht heute anders."

57 Einsätze


Mit Zahlen wartete Kommandant Richard Wegmann auf. Es gab 57 Einsätze, davon sechs Fehlalarmierungen. Gestiegen sei die Zahl der Technischen Hilfeleistungen. Die Aktiven der Wehr haben, so Wegmann, an zwei Lehrgängen teilgenommen. Unzufrieden zeigte sich der Kommandant mit der aktuellen Situation beim Thema "Atemschutzstrecke". Hier strebe Poppenreuth nun eine Lösung mit Marktredwitz an. Kritik gab es an der Farbe am Schlauchturm; sie löse sich schon wieder ab. Mit Nachdruck appellierte Richard Wegmann an die Autofahrer, nicht an der Zufahrt zur Garage zu parken. Dort ist der Anhänger untergebracht. Das Versperren der Ausfahrt sei nicht hinnehmbar. Wegmann: "Da hört der Spaß auf!" Von einem interessanten und abwechslungsreichen Jahr sprach Jugendwart Thomas Schimmel. Außer an eigenen Übungen und Unterrichten beteiligte sich die Jugendgruppe auch an verschiedenen Gemeinschaftsübungen der Aktiven. Erfolgreich habe man an der Bayerischen Jugendleistungsprüfung teilgenommen.

Verdiente KräfteVorsitzender Markus Schultes und Kommandant Richard Wegmann zeichneten bei der Jahreshauptversammlung verdiente Mitglieder der Feuerwehr Poppenreuth aus. Rudolf Strenge erhielt ein Ehrendiplom für 50 Jahre Mitgliedschaft, German Schultes für 60 Jahre. Josef Schmidt und Klaus Pickert wurden für 30 Jahre sowie Bernhard Tschorn und Hubert Pappenberger für 40 Jahre Treue geehrt. Bei den Aktiven freuten sich Manuel Fachtan (10 Jahre), Martin Löwenhag (30 Jahre) und Willi Scheerer (40 Jahre) über Auszeichnungen. (wro)
Da hört der Spaß auf!Kommandant Richard Wegmann
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