Zweitägiges Fest am Wochenende - Blick in die Chronik
130 Jahre Feuerwehr

Vermischtes
Waldershof
17.09.2016
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Poppenreuth. Allen Grund zu feiern hat die Freiwillige Feuerwehr Poppenreuth. Sie ist seit 130 Jahren aktiv - getreu dem Motto: Gott zur Ehr', dem Nächsten zur Wehr. Nachdem noch am 17. Juni 1885 eine Gründung der Feuerwehr Poppenreuth abgelehnt worden war, klappte es am 15. September 1886 zusammen mit der ehemaligen Gemeinde Helmbrechts. Aufgefordert wurden dazu beide Gemeinden vom Bezirksamt Kemnath. Weiter zeigt ein Blick in die Chronik: Die Gründungsversammlung fand mit 33 Mitgliedern im Gasthof Heindl (jetzt Schultes) statt. Zum ersten Vorsitzenden wählten die Mitglieder Christoph Lochner, zum Kommandanten Julius Reiniger. Uniformen und Mützen mussten sich die Mitglieder selbst beschaffen. 1893 erfolgte der Kauf einer Feuerlöschmaschine, was der Gemeinde Schulden von 200 Mark einbrachte. Die Zinsen musste die Feuerwehr übernehmen.

In der Chronik ist unter anderem auch nachzulesen, dass im Jahr 1926 ein Aktiver, der unentschuldigt einer Übung fernblieb, eine Mark in die Feuerwehrkasse einzahlen musste. 1929 ist ein großes Ereignis vermerkt: Der Gemeinderat bewilligte den Kauf einer Motorspritze. Auch wurden 150 Meter Schläuche und neun Lederhelme angeschafft. In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Poppenreuther Wehr weiter. 1976 wurde das 90-jährige Bestehen der Wehr, verbunden mit einer Fahnenweihe, gefeiert. 1986 gab es ein viertägiges Fest zum 100. Geburtstag. 1991 erfolgte der Umzug ins jetzige Feuerwehrhaus. 2000 wurde ein neues Feuerwehrauto angeschafft. Aktuell hat die Poppenreuther Wehr 95 Mitglieder, davon 25 Aktive und acht jugendliche Feuerwehranwärter. An der Spitze des Vereins steht erster Vorsitzender Martin Schultes; Kommandant ist Richard Wegmann.

Die Feierlichkeiten zum 130-jährigen Bestehen beginnen am heutigen Samstag um 19 Uhr beim Gerätehaus. Zu süffigem Mitterteicher Zoigl gibt es schmackhafte Brotzeiten; auch Federweißer wird angeboten. Zur Unterhaltung der Festgäste gibt es auch einen Schätzwettbewerb. Der Festsonntag startet um 8 Uhr mit dem Aufstellen zum Kirchenzug an der Stemmenreuther Straße. Um 8.15 Uhr setzt sich der Kirchenzug in Bewegung, angeführt vom Musikverein Wiesau. Um 8.30 Uhr Festgottesdienst in der Expositurkirche - zelebriert von Pfarrer Bernd Philipp. Unmittelbar nach dem Gottesdienst sprechen die Ehrengäste in der Kirche die Grußworte. Danach Marsch zum Feuerwehrgerätehaus zum musikalischen Frühschoppen.
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