Furchtbarer Verdacht gegen Mutter
Fünfjährigen Sohn angezündet?

In diesem Haus fand die Polizei am Mittwochnachmittag den schwerstverletzten Fünfjährigen. Bild: hfz
Vermischtes
Waldmünchen
06.10.2016
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Furchtbarer Verdacht gegen eine Mutter aus dem Kreis Cham: Hat die 36-Jährige ihren fünfjährigen Sohn an angezündet und schwerstverletzt? Die Frau wurde festgenommen.

(nt/az) Gegen eine 36-jährige Frau aus dem Altlandkreis Waldmünchen ist am Mittwoch Unterbringungsbefehl erlassen worden. Es besteht der dringende Tatverdacht des versuchten Mordes. Ihr wird vorgeworfen, ihren fünfjährigen Sohn mit Benzin übergossen und anschließend angezündet zu haben. Das Kind wurde am Dienstag mit schwersten Brandverletzungen in eine Spezialklinik eingeliefert.

Die Tat soll sich bereits vor einigen Tagen - vermutlich am 1. Oktober - ereignet haben, wie Stefan Hartl, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz, auf Anfrage mitteilt. Dass die Tat überhaupt ans Licht kam, ist einem Zufall zu verdanken.

Am Dienstagvormittag gaben die 36-Jährige und ihr Ehemann in einem Paketshop in einer Tankstelle in Cham ein Paket auf. Dabei fiel der Tankstellenbetreiberin auf, dass das Kind, das die beiden begleitete, schwerste Brandverletzungen aufwies. Die Frau verständigte deshalb das Jugendamt; dieses wiederum schaltete die Polizei ein. Nach der Türöffnung durch die Feuerwehr am Mittwochnachmittag fanden die Polizisten den schwerstverletzten Buben in der Wohnung des Paares. Die Eltern konnten nicht erklären, woher die Brandverletzungen des Fünfjährigen stammten. Das Kind wurde in eine Spezialklinik eingeliefert. Im Laufe der Ermittlungen stellte sich heraus, dass mutmaßlich die Mutter als Täterin in Frage kommt. Am Mittwoch gegen 17.15 Uhr wurde das Ehepaar, das in der Nähe seines Wohnortes in einem Pkw unterwegs war, von der Polizei gestoppt.

Die 36-jährige Mutter ließ sich widerstandslos festnehmen und wurde in die Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Zu dem Tatvorwurf hat sie sich bislang nicht geäußert. Laut Polizei bestehe der Verdacht, dass die Frau an einer psychiatrischen Erkrankung leidet, die auch ursächlich für die Tat war. Sie befindet sich in geschlossener Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Noch am Mittwochnachmittag nahm das Jugendamt dem Ehepaar die vier weiteren Kinder im Alter von zwei bis elf Jahren weg. Sie befinden sich nun in amtlicher Obhut.

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