Flusswanderung auf der Vils vielseitiges Erlebnis
Ganz neue Amberger Stadtansichten

Nach der Mittagspause an der Fußgängerbrücke in Theuern paddelten die Stiftländer unter der Führung von Ferdinand Sperber (vorne) weiter auf der Vils. Bild: hfz
Freizeit
Waldsassen
20.06.2016
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Eine noch unentdeckte Perle kann man die Vils doch nennen. Zu diesem Ergebnis kamen jedenfalls die Teilnehmer einer Flusswanderung. Die Schönheit dieser Landschaft kann man vom Wasserweg aus am besten genießen, fanden die 18 Kanufahrer. Veranstalter was das Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Waldsassen unter der Anleitung von Geschäftsführer Ferdinand Sperber.

Insgesamt sind etwa 55 Kilometer der Vils mit stets ausreichend tiefem Wasser bis zur Mündung in die Naab befahrbar. Die Gruppe aber wollte bei dieser Etappe mit 18 Flusskilometern Länge erleben, wie sich das Gewässer in eine historisch gewachsene Kulturlandschaft einbettet. Das Wetter spielte auch mit, und so wurde die Flusswanderung für alle Beteiligten zu einem besonderen Erlebnis.

Eigentlich ist die Vils leicht zu befahren, doch sind auf dem Abschnitt zwischen Amberg und Ensdorf sechs Wehre zu bewältigen beziehungsweise zu umtragen - was doch auch eine Herausforderung für manchen bedeutete. Von Amberg aus entdeckten die Teilnehmer aus ungewöhnlicher Perspektive die Stadt, etwa beim Durchfahren der "Stadtbrille" im historischen Ortskern oder wenn sie sich auf dem Fluss durch das ehemalige Landesgartenschaugelände treiben ließen.

Südlich von Amberg durchfließt die Vils ein reizvolles Tal, die westlichen Ausläufer der mittleren Frankenalb. Bei einer Mittagspause in Theuern besuchten die Paddler auch das Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern. Dort grüßte ein Denkmal aus der Heimat, denn im Freigelände auf einem Hügel steht der alte Förderturm des Bergwerks Bayerland aus Paffenreuth.

Die restliche Strecke bis Ensdorf durften die Teilnehmer Fauna und Flora genießen und sich durch die herrliche Flusslandschaft treiben lassen. Zum Schluss waren alle fast trocken wieder an Land und fanden, dass sich die Anstrengungen, die mancher nicht nur in den Armen spürte, wirklich gelohnt haben.
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