Jahrestreffen beim Schachclub
Nachwuchs im königlichen Spiel

Freizeit
Waldsassen
19.04.2017
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Den Spielbetrieb der ersten Mannschaften weiterhin aufrechterhalten will der Schachclub. Bei der Jahreshauptversammlung ging es vorrangig um dieses Thema.

Bei dem Treffen in der Gaststätte "Zum königlich bayerischen Forsthaus" der Familie Pirkl traditionell am Karfreitag blickten die Mitglieder der 1985 gegründeten Gemeinschaft auf ein eher durchwachsen verlaufenes Vereinsjahr zurück. Vorsitzender Matthias Vogl würdigte in seinem Rückblick das Engagement der Mitglieder in den vergangenen zwölf Monaten.

In den Mittelpunkt seiner Ausführungen stellte Vogl die Nachwuchsarbeit: Ein regelmäßig stattfindender Spiel- und Übungsnachmittag jeweils am Freitag habe inzwischen die Lage stabilisiert. Aufgrund der positiven Resonanz bei den Nachwuchskräften habe man in der Zwischenzeit acht neue Mitglieder gewinnen und eine zweite Mannschaft zum Spielbetrieb in der B-Klasse Marktredwitz anmelden können.

Zentrale Aufgabe


"Die Nachwuchsarbeit sei für die Aufrechterhaltung des Schachsports in der Klosterstadt eine zentrale Aufgabe, da ein Großteil der Mitglieder des Schachclubs aus beruflichen Gründen nicht mehr in Waldsassen verweile", heißt es dazu in der Pressemitteilung. Dies gewänne um so mehr an Bedeutung. Die Anzahl der verfügbaren Spieler im ersten Team würde immer weniger. Jürgen Maschauer berichtete von soliden Verhältnissen in der Vereinskasse. Da die Mitgliedsbeiträge die Verbandsabgaben decken und auch keine Pläne für größere Investitionen vorlägen, sei derzeit keine Erhöhung der Beiträge erforderlich. Kassenrevisor Frank Schiller bescheinigte ordnungsgemäße Arbeit.

Wenig Positives


Der Spielleiter der ersten Mannschaft, Markus Fröhlich, konnte nur wenig Positives von der zurückliegenden Saison der ersten Mannschaft des Schachclubs berichten. Nach Abschluss der Bezirksoberliga Oberfranken belegte das Team mit 3:15 Punkten bei 22,5:49,5 Brettpunkten lediglich den neunten und damit vorletzten Tabellenplatz der Bezirksoberliga Oberfranken, der nach derzeitigem Stand der Dinge den Abstieg in die Bezirksliga Oberfranken Ost bedeuten würde.

Trotzdem bestehe noch eine Rest-Chance auf den Klassenerhalt, die vom Verlauf des Ende April stattfindenden letzten Spieltages der übergeordneten Ligen abhänge. Die Tatsache, dass das Team im Saisonverlauf häufig ersatzgeschwächt antreten musste, habe sich den Angaben zufolge in der sehr ausgeglichen besetzten Bezirksoberliga als entscheidende Ursache für den negativen Saisonverlauf erwiesen. So musste man gleich drei Saisonspiele mit lediglich sieben Spielern bestreiten und das letzte Saisonspiel gar kampflos abgeben. Die erfolgreichsten Spieler in der vergangenen Saison waren (in der Reihenfolge ihrer Erfolgsquote): Zdenek Burc (2,5 Punkte aus vier Partien), Zdenek Skokan (3,5 Punkte aus sieben Partien), Uwe Braunschläger und Siegfried Oppl (jeweils 3,5 aus 8) sowie Michael Schmid (3 aus 7).

Die Spielerdecke werde immer dünner; dies sei bei kurzfristigen Ausfällen im Team problematisch, hieß es in der Diskussion. Vor der neuen Saison müsse überlegt werden, wie sich der Spielerstamm stärken ließe. Deutlich positiver fiel das Fazit des Vorsitzenden Vogl über die wieder gegründete zweite Mannschaft aus. In ihrer zweiten Saison in der B-Klasse Marktredwitz konnten die Nachwuchskräfte nach vier Saisonspielen mit 6:2 Punkten bei 9:7 Brettpunkten den überaus respektablen zweiten Tabellenplatz erreichen, was Hoffnung auf eine erfolgreiche Zukunft wecke.

Spielerstamm bleibt


Auch für die nächste Spielsaison bleibe der Spielerstamm voraussichtlich erhalten, womit unter Umständen ein noch besseres sportliches Abschneiden anvisiert werden könne. Die erfolgreichsten Spieler im abgelaufenen Spieljahr waren Alexander Stich mit drei Punkten sowie Lucius Hertel mit zwei Punkten.
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