Der Chor der Basilika und Chor Rastislav Blansko bringen bei Herbstkonzert Mozart auf die Bühne
Leidenschaft mit grandiosem Finale

Der Chor der Basilika, ein Orchester und der Chor Rastislav Blansko begeisterten beim Herbstkonzert in der Stiftsbasilika in Waldsassen. Bild: Zeigler
Kultur
Waldsassen
12.11.2015
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Zwei Chöre und ein Orchester sorgen beim großen Herbstkonzert für eine voll besetzte Stiftsbasilika. Mit zwei Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und Antonin Rejcha bezaubern der Chor der Basilika mit dem Chor Rastislav Blansko das Publikum. Zu Gast ist das Orchester Czech Virtuosi, das zu der großen Mozart-Messe in c-Moll KV 427 und dem Te Deum des tschechischen Komponisten Rejcha wunderbare Klänge beisteuert.

Das Einstudieren der Werke erfolgt durch Andreas Sagstetter in Waldsassen und Jaroslav Martinásek in Tschechien. Die intensive Zusammenarbeit der Chöre besteht seit Jahren. Mozart wird dirigiert von Andreas Sagstetter. Gleich zu Beginn spürt das Publikum die Intensität und Leidenschaft der Komposition.

Ausdrucksstark und gehaltvoll

Die Frauenstimmen eröffnen das Kyrie, eine mitreißende Steigerung durch Tenöre und Bässe führen zum Sopran-Solo. Hana Skarková singt klar in den höchsten Lagen. Auch die tieferen Abschnitte sind ausdrucksstark und gehaltvoll. Lediglich ihre Bruststimme bei den allertiefsten Tönen wirkt etwas erzwungen.

Im Duett mit Lucie Hilscherová wird das komplexe "Domine Deus" gesungen. Komplizierte Stimmführungen meisteren die Sängerinnen mit Bravour. Das "Qui tollis" ist durch ausdrucksstarke Dynamik wunderbar gestaltet. Andreas Sagstetter dirigiert mit Leidenschaft und lässt die Musiker aus kraftvollem Forte zu einem plötzlich innigem Piano abfallen. Strahlende Klänge gibt es im Credo, bei dem Tenor Tomás Korinek und Bass Jan Stava die Soloparts ergänzen. Besonders attraktiv gestaltet sich das "Et incarnatus est", bei dem Sopranistin Hana Skarková mit den Holzbläsern des Orchesters eine gefühlvolle "Kadenz" gestaltet.

Engagierte Gesten

Nach dem grandiosen Finale "Benedictus" für Doppelchor und Solisten gibt es kräftigen Beifall für die Interpreten und Dirigent Andreas Sagstetter. Das Te Deum von Antonin Rejcha reicht an die große Messe von Mozart nicht heran. Ganz anders werden die kompositorischen Möglichkeiten eingesetzt. Prunkvoll und festlich gestaltet sich das gesamte Werk. Dirigent Jaroslav Matrinásek hat die Chöre und das Orchester stets mit engagierten Gesten im Griff. Harmonisch gestalten die Bläser mit Bassist Jan Stava im Wechsel mit Sopran und Alt das "Te per orbem terrarum". Nach dem grandiosen Finale "In te, domine speravi" gibt es stehende Ovationen und nicht enden wollenden Beifall für die Sänger und Orchestermusiker.
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