Festivalorchester und Chor gibt Marienkonzert in der Basilika Waldsassen
Mit Mozart durch den Muttertag

Ob als Solisten oder in der Gruppe - Sänger und Orchester sind perfekt aufeinander abgestimmt. Bild: zch
Kultur
Waldsassen
10.05.2016
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Von Christiane Zeigler

Waldsassen. Mit fast symphonisch anmutendem, festlichem Kyrie der Missa Cellensis in C "Mariazeller-Messe" Hob. XXII:8 von Joseph Haydn hat das Festivalorchester der Basilikakonzerte und der Chor der Basilika das Marienkonzert an Muttertag eröffnet. Auf dem Programm stehen Werke von Haydn, Mozart und Vivaldi. Unter dLeitung von Andreas Sagstetter zeigen auch etliche Chormitglieder ihre solistischen Qualitäten. Im Gloria tritt Gisela Malzer aus dem Chor nach vorne, um das erste Solo mit wunderbar klarer Stimme zu singen. Anmutige Streicherklänge begleiten ihre strahlende Sopranstimme mit angemessener Zurückhaltung.

Harmonisches Duett


Im Credo verlässt Tenor Ottmar Andritzky seinen Platz in der Singgruppe, um mit "Et incarnatus" sein Können unter Beweis zu stellen. Das Benedictus singen Gisela Malzer (Sopran), Christine Kohl (Alt), Ottmar Andritzky (Tenor) und Johannes Röttges (Bass) zu den verhaltenen Orchesterklängen. Sauber und klar erklingen die Stimmen der vier Solisten.

Sagstetter kontrolliert die Musiker mit nie übertreibenden Gesten. Auch die lebhafte Fuge des Chores am Ende des "Agnus Dei" lässt er nicht entgleiten. Ein attraktives Duett singen Gisela Malzer und Ottmar Andritzky mit dem Offertorium "Sub tuum praesidium" KV 198 von Wolfang Amadeus Mozart. Zu den zarten Klängen des kleinen Streichorchesters singen sie wunderbar aufeinander abgestimmt und mit Hingabe die eingängig schönen Melodien.

Das Gloria in D, RV 589 von Antonio Vivaldi gehört zu den bedeutendsten Kompositionen der Kirchenmusik und ist wohl das bekannteste geistliche Werk des Komponisten. Gleich zu Beginn im "Gloria in excelsis" glänzt das Orchester mit strahlenden Klängen der Piccolo-Trompete. Im geschwinden "Laudamus te" wird ein erfrischendes Duett von Simone Hahn und Katharina Pötzl gesungen. Zu den entzückenden Klängen der Oboe singt Gisela Malzer "Domine Deus".

Dynamisch und klar


Mit ihrer warmen Altstimme lässt Elfriede Dietrich das "Donime Deus, Agnus Dei" zu solistisch hervortretendem Cello erklingen. Der Chor ist immer mit größter Aufmerksamkeit bei der Sache. Sagstetter entlockt den Sängern fein abgestufte Dynamik, sorgt für saubere Einsätze und präzise Schlussakkorde. Chor und Orchester sind gut aufeinander abgestimmt. Das Publikum belohnt die Musiker mit anhaltendem Beifall.
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