Franz Schwarzmeier will "Oberpfälzer Zoiglparadies" in Waldsassen umsetzen
Symbiose von Musik und Zoigl

Franz Schwarzmeier zusammen mit Vermieter Wilhelm Malzer (rechts) in der Wirtsstube. Auf dem Tisch davor einige der Humorkarten mit den Motiven, die die Wurstkuchl in einen Zoiglbier-Himmel verwandeln sollen. Bild: pz
Kultur
Waldsassen
04.10.2014
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Schon vor einigen Wochen hatte Franz Schwarzmeier im Internet sein Vorhaben publik gemacht. Jetzt, kurz vor der Unterzeichnung der Verträge, werden Einzelheiten bekannt.

"In Waldsassen kannst du nichts verheimlichen", begründete Schwarzmeier seinen Vorstoß im digitalen Netz und spricht von einer "Richtigstellung". Viel spekuliert worden sei über die Zukunft des Gasthauses "Unterer Malzer". "Ich bin doch auch schon angesprochen worden", sagt Wilhelm Malzer. Er ist von Schwarzmeiers Projekt recht angetan.

"Gastronomischer Stachus"

Dort, am "gastronomischen Stachus Waldsassens", wie Schwarzmeier sagt, will der Unternehmer einen Musikanten-Zoigl etablieren. "Das ist das letzte alte Wirtshaus in Waldsassen, das vom Ursprung her nicht verändert ist", sagt Schwarzmeier und ist davon überzeugt, dass sein Projekt funktioniert. "Der Zoigl ist das Ding", findet der Malermeister. "Mein Traum ist nicht ein Wirtshaus, sondern ein Musikanten-Wirtshaus", beschreibt Schwarzmeier seine Vorstellungen. "Wo Instrumente sind kommen Musikanten, und dann kommen andere Musikanten." "Wir sind auch schon dafür, dass sich etwas rührt", sagt Wilhelm Malzer über den Neustart in dem urigen Lokal, das seit gut zwei Jahren geschlossen ist. Zum Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende, will Schwarzmeier eröffnen. "Die Leute sollen sehen: Es bewegt sich was." In der Wirtsstube mit dem Zugang am Eck Prinzregent-Luitpoldstraße/Johannisplatz will Schwarzmeier nicht groß etwas verändern. "Es bleibt alles wie's ist, selbst die Wellen im Holz der Wandverkleidung, die sich in den Jahren dunkel gefärbt hat.

Den besonderen Clou plant Schwarzmeier in weiteren Räumen der Metzgerei. "Die werden hergerichtet, von Kopf bis Fuß." Ein "Oberpfälzer Zoiglparadies" will der Malermeister dort verwirklichen, mit bierseligen Figuren an der Wand, "... wie früher am Platzl in der Schützenstraße", erinnert sich Schwarzmeier an die Zeiten, als sein Wohnhaus in der Schützenstraße noch Gaststätte war.

Die eigene Handschrift

"Mein Wohnzimmer war das Gastzimmer, da hat mein Vater Musik gespielt." Von einer "Symbiose von Zoigl und Musik" schwärmt der Pächter. Er wünscht sich in seinem Lokal "... eine Gaudi wie am Platzl und ein Publikum wie beim Board." Wobei Schwarzmeier den legendären Wirt und seinen Vater nicht kopieren will. "Da musst' schon eine eigene Handschrift haben." (Info-Kasten)
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