Gemeinsame Sache mit Ebrach

Kultur
Waldsassen
22.03.2016
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Nicht nur barocke Bauten, sondern auch die klösterlichen Versorgungshöfe prägen das Landschaftsbild - im Stiftland wie im Steigerwald. Da liegt eine Zusammenarbeit auf dem Weg zum Unesco-Titel Welterbe doch nahe.

Hinter klösterlichen Mauern in Waldsassen fand die zweite Vorstandssitzung des Fördervereins Welterbe Klosterlandschaft Waldsassen - Stiftland statt. Unter Vorsitz von Äbtissin Laetitia Fech, Landrat Wolfgang Lippert und Bürgermeister Bernd Sommer wurden die ersten nicht unbedeutenden Erfolge in Richtung Weltkulturerbe verkündet. Vor allem kristallisierte sich heraus, dass ein serieller Antrag zusammen mit dem ehemaligen Zisterzienser-Kloster Ebrach im Landkreis Bamberg den zeitlichen Ablauf extrem verkürzen könnte.

Der dortige Landrat Johann Kalb hatte bereits im Vorfeld der Sitzung Kontakt mit Bürgermeister Sommer und Äbtissin Fech aufgenommen. Projektkoordinator Harald Hertel legte dar, dass sich durch den Anstoß eines seriellen Antrags die Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung enorm gesteigert hätten.

Die Planungen gingen dahin, neben Ebrach noch weitere Regionen mit ins Boot zu holen - zum Beispiel die Wunschregion der Äbtissin, nämlich das nordböhmische Zisterzienserkloster Osek (Ossegg), das vom Kloster Waldsassen im Jahr 1192 gegründet worden war. Dieser Vorgehensweise stimmten die anwesenden Vorstandsmitglieder einmütig zu. Neben den bereits Genannten waren das Schatzmeister Hans-Jörg Schön, Dr. Anton Hochberger, Manfred Brunner, Karl-Hans Hofmann, Michael Arbter und Robert Ehrmann.

In Politik- und Behördenkreisen seien etliche Mitstreiter gewonnen worden, die den Antrag des Stiftlandes wohlwollend unterstützen wollen, hieß es in der Sitzung. Dazu gehörten die Bayerischen Staatsforsten und auch einflussreiche Politiker wie Ministerpräsident Horst Seehofer.

Als sehr erfreulich wertete der Förderverein die Zusage mehrerer hochrangiger Wissenschaftler und Experten, in einem für die Bewerbung maßgeblichen wissenschaftlichen Beirat mitzuarbeiten. Diese werden demnächst zu einer konstituierenden Sitzung in Waldsassen erwartet. Darüber hinaus erwägt der Vorstand die Gründung einer lokalen Arbeitsgruppe mit Fachleuten aus der Region.

Nach dem Bericht von Schatzmeister Hans-Jörg Schön stellte Robert Ehrmann den Entwurf des Internetauftritts vor. Dort sollen bald die neuesten Entwicklungen nachzulesen sein und Beitrittsformulare zum Download bereitstehen. Denn darüber waren sich die Anwesenden einig: Je mehr Unterstützer das Projekt auch bei uns in der Region gewinne, desto höher sei die Chance auf Erfolg. Und in diesem Fall werde die gesamte Region enorm profitieren.
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