Interview mit Organist Franz Ballon
Wie Brot für Hungrige

Franz Ballon, Kirchenmusiker und freischaffende Künstler, interpretiert Werke von Johann Sebastian Bach und spielt eigene Kompositionen im Geiste Bachs. Bild: Stiegler
Kultur
Waldsassen
29.06.2016
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Ausgebildeter Homöopath, Musiklehrer und Kirchenmusiker - Franz Ballon, 1957 geboren in Waldsassen, ist ein Künstler mit vielen Facetten. Seine musikalische Seite präsentiert er nun auch im Internet. Er hat die "Orgelmesse Nr. 3" auf CD eingespielt, die auch in Youtube zu hören ist. Hauptberuflich war er Kirchenmusiker, seit 1999 arbeitet er freiberuflich. Mit der Kulturredaktion spricht er darüber, was ihn mit Bach verbindet und was Musik und Homöopathie gemeinsam haben.

Sie sind freischaffender Komponist, Organist, Musikautor, arbeiten als Berater für Homöopathie. Wie kommen diese unterschiedlichen Bereiche zusammen?

Franz Ballon: Die Bereiche sehen nur auf den ersten Blick so unterschiedlich aus. Den Menschen etwas Gutes zu tun, ist mein Hauptanliegen. Das ist zum Beispiel auf Ebene der Musik, Literatur oder klassischer Homöopathie. Diese Ebenen wurden mir in die Wiege gelegt und meinerseits ausgebaut. Meine Musik soll sein wie Brot für den Hungrigen, Speise und Trank für den Gebeugten. Bedrückung jeder Art soll gemildert werden: Es geht um Wissen, Weisheit und Wohlbefinden.

Homöopathie und klassische Musik - gibt es hier verbindende Elemente?

Die klassische Homöopathie sieht in die Tiefe, die Klassische Musik hat Tiefe. Beides schafft Harmonie!

Kann klassische Musik zur Gesundheit beitragen?

Viele Krankheiten entstehen bald nach der Geburt, manchmal sogar davor, die sich erst später auswirken und ans Tageslicht treten. Philip M. Bailey beschreibt in seinem Buch "Psychologische Homöopathie", dass gute Musik für jedes der sieben Energiezentren eine Stärkung bereitstellt. Schlechte Musik ist jede, in der die Schwingung der Liebe fehlt.

Was verbindet Sie mit Johann Sebastian Bach?

Mit Bach verbindet mich eine rund 40-jährige Freundschaft durch fast täglich mehrere Stunden intensives Üben seiner Orgelmusik. Weil sie Tiefe besitzt und zeitlos ist und - wie es V. Lukas wunderbar auf den Punkt bringt - das Zentrum der Orgelmusik aller Zeiten ist, der höchste Maßstab für Komponisten und Spieler.

Was zeichnet die von Ihnen komponierte Orgelmesse 3 aus, können Sie die Inhalte kurz darstellen?

Mein musikalisches Vorbild ist Bach, was auch in der Orgelmesse Nr. 3 deutlich wird. Es ist nicht auf Effekthascherei ausgerichtet, sondern auf Zeitlosigkeit. Davon künden die jeweiligen Stilrichtungen wie Fantasie, Choralvorspiel und Fuge.

Weiden rühmt sich, Max-Reger-Stadt zu sein. Auf meiner CD der "Orgelmesse Nr. 3" ist unter Nr. 10 eine Reminiszenz an Max Reger: Fantasie über "Großer Gott, wir loben dich", im Reger-Stil. Die ist in Youtube unter "Franz Ballon" zu hören und nachzulesen. Ebenso, in Verehrung an Bach, eine Tripelfuge über "Großer Gott, wir loben dich" - natürlich im Bach-Stil.

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Die CD ist erhältlich über: ballon.kunst@t-online.de
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