„Kunsthaus“ in Waldsassen
„Tempel“ für die Kultur

Schlichte Eleganz zeichnet den umgebauten Stadel aus: Das Kunsthaus nimmt sich im schönen Oberpfälzer Baustil zurück und überlässt die Ausdruckskraft den heimischen Künsten. Das gefällt vielen Künstlern aus der weitläufigen Region, die sich schon jetzt sehr für den "kleinen Kulturtempel" in Waldsassen interessieren. Bild: ubb
Kultur
Waldsassen
21.09.2016
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Im Schatten der großen "Schwester", des Stiftländer Kulturtempels Basilika, ist er entstanden, der neue Treff der Region für Kunst, Kult und Kultur. Nahezu unbemerkt wurde aus dem alten, heruntergewirtschafteten Malzer-Stadel das "Kunsthaus", liebevoll schon jetzt von seinen Bewohnern "KuWa" genannt. Sprichwörtlich hat man sich beim nur knapp eineinhalb Jahre dauernden Umbau ins Zeug gelegt, die Sanierung ist wahrlich "kunst"-voll ausgefallen. Angesichts der vorherrschenden Verpflichtung einer Klosterstadt mit langjähriger Tradition zur Kultur wurde hier ganze Arbeit geleistet. Denn wo Schlichtheit ein modern gehaltenes Gebäude zurücknimmt, um die ganze Aufmerksamkeit der Kunst zu widmen, können sich Künstler wohlfühlen.

Schnell die Stadt überzeugt


Die Idee, das alte Gebäude zum kleinen Kulturtempel werden zu lassen, hatten die Waldsassener Wolfgang Horn und Markus Braun. Horn ist Bildhauer, riesenhafte Holzstämme sind sein Werkstoff. Braun hat ein Atelier und zeichnet für die Architektur verantwortlich. Vor erst wenigen Jahren wurde der Verein Kunsthaus Waldsassen gegründet. Schnell konnte die Stadt Waldsassen überzeugt werden, sich einzubinden. Am Samstag nun wird der "kleine Waldsassener Kulturtempel" eröffnet. Den Festakt bestreitet Bürgermeister Bernd Sommer gemeinsam mit dem Verein.

Lockere Gemeinschaft


Was sein muss, muss sein: Wenn es auch zur Einweihung hochoffiziell zugehen wird im Kunsthaus, ist der KuWa-Verein ansonsten eine lockere Gemeinschaft aus regionalen Künstlern mit Zielrichtung, regionale Kunst zu fördern. Die Bandbreite an Kreativität, die seither nach Waldsassen lockt, ist enorm: Im "KuWa" sind Maler ebenso wie Grafiker, Architekten, Designer, Bildhauer, Musiker, Poeten, Philosophen und Lebenskünstler zu finden. Gemeinsam mit den Förderern schöner Künste und Kunstfreunden wird das KuWa ab sofort immer wieder für Aufmerksamkeit sorgen.

"Musik, eine Ausstellung, eine poetischen Lesung, Live-Demonstrationen der malenden Zunft und mehr sollen zeigen, wie vielfältig wir sind", verspricht Vorsitzender Wolfgang Horn, der gemeinsam mit den Vereinsmitgliedern schon seit Wochen für die Eröffnung am Werken ist.

Am Samstag, 24. September, um 16 Uhr ist Einweihung mit geladenen Gästen, ab 19 Uhr freuen sich die Künstler auf angeregte Gespräche über "Gott und die Welt"
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