Sängerinnen begeistern mit Virtuosität unter dem Motto "Klassik meets Broadway" im Kloster ...
Musikalischer Volltreffer mit "Vielharmonie"

Beschwingt und in neuer Abendgarderobe präsentieren die Sängerinnen Lisa Müller, Jennifer Horn, Theresa Meier und Michaela Lindner (von links) bekannte Broadway-Stücke. Bild: ubb
Kultur
Waldsassen
21.10.2016
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Besser hätte die Saison nicht ausklingen können: Anlässlich des Podiums für junge Künstler, veranstaltet durch den Waldsassener Kammermusikkreis, lauschen 200 begeisterte Gäste in der Aula des Klosters Waldsassen den Sängerinnen Jennifer Horn, Lisa Müller, Michaela Lindner und Theresa Meier.

Leichtes Lampenfieber


Besonders freut es den Kammermusikkreis, dass ausgerechnet zum letzten Konzert der Saison dieser unverhofft hohe Zuspruch gekommen ist. Mit dem Titel "Vielharmonie - Klassik meets Broadway" hatte der Veranstalter nicht nur ein vielversprechendes Programm angekündigt, sondern gleichermaßen einen Volltreffer gelandet. So mischen sich ins Publikum auch viele junge Gäste. Anfänglich ist ein leichter Anflug von Lampenfieber unter den vier Interpretinnen auszumachen, dieses verfliegt aber, als die Sängerinnen für ihren ersten musikalischen Beitrag, Bob Chilcotts Klassiker "Like a singing bird" kräftigen Applaus ernten. Die instrumentale Begleitung, Magdalena Forster und Daniela Wachter halten sich am Horn dezent zurück, Ruth Rojahns Harfe ergänzt den Gesang bestens. Als erfahrener Musiker und künstlerischer Leiter macht es sich Kirchenmusiker Andreas Sagstetter zur Aufgabe, souverän am Klavier den Ton anzugeben. Mutig wählen die Sängerinnen zu Beginn mit Klassik den durchaus schwierigeren Teil des Konzertnachmittags. Dabei glänzen sie anfänglich mit gemeinsam dargebotenem Liedgut, wie den Gesängen für Frauenchor von Johannes Brahms, Op. 17.

Die zierliche 25-jährige Jennifer Horn aus Waldsassen überrascht bei ihrem Solo "Einsam ging ich jüngst im Haine" von Wolfgang Amadeus Mozart mit wohlklingender Stimmkraft. Die Barkarole aus "Hoffmanns Erzählungen" von Offenbach, im Duett vorgetragen von Lisa Müller und Michaela Lindner, lässt für einen Moment die heile Welt der schönen Klänge wach werden.

Nicht zu überhören ist der alltägliche Umgang mit der Stimme bei Lisa Müller, die sich mit "Quando me'n vo'" aus dem zweiten Akt der Oper La Boéme von Puccini aufbrandenden Zwischenapplaus holt.

Deutlich verjüngt sich der Gesang nach der Pause mit modernen Broadway-Beträgen. Dazu haben die durchweg attraktiven, jungen Frauen ihre klassisch-dezente Garderobe abgelegt, um in bunter Abendgala den erfrischenden Konzertteil zu unterstreichen. Diesmal beweisen Michaela Lindner mit "Denk an mich" aus Phantom der Oper und Theresa Meier mit "Turning tables" aus Adele solo ihr großes Talent.

Großartige Resonanz


Begeisterten Applaus bekommt "Super Trooper" von Abba ebenso wie "May it be" aus "The Lord of the Rings". Sichtlich gelöst und überrascht über die großartige Resonanz des Publikums nehmen die Künstlerinnen Standing Ovations entgegen. Ein Fazit sei erlaubt: Dieses hochtalentierte Quartett sollte die Musikwelt dringend im Auge behalten.
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