Tölzer Knabenchor bei den Weihnachtskonzerten in der Walsdassener Basilika
Kraftvolle Stimmen aus kleinen Kehlen

Hochkonzentriert warten die Sänger des Tölzer Knabenchors auf ihren Einsatz. Am Wochenende begeisterten sie mit ihren ausverkauften Weihnachtskonzerten in der Basilika Waldsassen. Bild: Zeigler
Kultur
Waldsassen
09.12.2014
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Christian Fliegner behält jeden einzelnen der gut 30 Sänger im Auge. Einsätze und Schlusstöne des Tölzer Knabenchors bei den Weihnachtskonzerten in der Walsdassener Basilika sind präzise und erklingen mit tadelloser Artikulation.

Eine gesungene Weihnachtsgeschichte mit Liedgut aus dem deutschsprachigen Alpenraum präsentiert der Tölzer Knabenchor dem Publikum in der vollbesetzten Stiftsbasilika. Mit der "Alpenländischen Weihnacht" hat der Chor ein unterhaltsames Volksmusik-Programm auf hohem sängerischen Niveau zusammengestellt, das einen frohgemut auf die "stade Zeit" einstimmt. Unter der Leitung von Christian Fliegner beeindruckt der Chor nicht nur durch die stimmlichen Meisterleistungen jedes einzelnen Sängers, sondern genauso durch höchste choristische Ausdruckskraft und größtmögliche Aufmerksamkeit.

Mit Begeisterung

Zur Begleitung von Theresa Förg (Harfe) und Clemens Haudum (Akkordeon) verstehen es die Tölzer Knaben die Zuhörer vollständig in ihren Bann zu ziehen. Der Dirigent fordert von seinen Jungs vollen Einsatz, den er auch bekommt. Man sieht den Knaben an, dass sie mit Begeisterung bei der Sache sind.

Besonders die ländlerisch schnellen Lieder "Gehts, Buama, stehts gschwind auf" (Salzkammergut), "Ihr Mörser erknallet" (Tirol) und "Potztausend" (Steiermark), zu denen man auch in weihnachtlicher Vorfreude das Tanzbein schwingen könnte, singen sie mit sichtbarem Vergnügen. Die zwei- und dreistimmig singenden Solisten bestechen durch makellos saubere Intonation und den niemals schrillen Klang ihrer Stimmen.

"Wer klopfet an", ein bekanntes Lied aus Salzburg/Oberbayern wird von nur drei Sängern mit verteilten Rollen gesungen. Jedes einzelne Wort ist deutlich zu verstehen. Die beiden Soprane singen ein wunderbares Duett. Durchhörbar und plastisch blieben die Stimmen, angenehm rein und sauber auch in höchsten Lagen mit beeindruckender stimmlicher Kraft.

Zwei Zugaben

Am Ende gibt es "Standing Ovations" für den Tölzer Knabenchor, der sich mit zwei Zugaben für den nicht enden wollenden Beifall bedankt, die er vor dem Chorgestühl für das Publikum im Kirchenschiff singt.
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