Ärzte holen im Krankenhaus Drogen aus dem Magen und retten Leben des Schmugglers
Vor Kontrolle Crystal geschluckt

Lokales
Waldsassen
23.02.2015
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Auch in den zurückliegenden Tagen stoppten Schleierfahnder in Grenznähe wieder mehrere Drogenschmuggler. In einem Fall war sogar rasche ärztliche Hilfe notwendig, da einer kurz vor der drohenden Kontrolle durch die Polizei Crystal Speed verschluckt hatte.

Freitag hielten Bundespolizisten und Schleierfahnder der Polizei Waldsassen ein Auto aus Oberfranken an. Vom Fahrer erfuhren sie, dass sein Begleiter etwas verschluckt hätte. Der 19-jährige Oberfranke musste deshalb zur Dienststelle zur Durchsuchung mitkommen. Der Zustand des 19-Jährigen verschlechterte sich dann zunehmend, so dass er ins Krankenhaus gebracht wurde. Dort konnten noch Reste der gefährlichen Droge Crystal Speed aus dem Magen geholt werden. Später gab der Oberfranke zu, leichtsinnigerweise mehrere Gramm der Droge vor der Polizeikontrolle geschluckt zu haben. Wie die Polizei mitteilt, war sich der junge Mann offenbar nicht bewusst, dass die geschluckte Menge zum Tod hätte führen können. Über die Grenze geschmuggelt hatte der Oberfranke die Drogen in einem Socken.

In der Unterwäsche

Darüberhinaus meldet die Polizei weitere Fälle von Rauschgiftschmuggel in der zurückliegenden Woche. Ein "alter Bekannter" sei mit seiner Begleiterin nach der Einreise aus Tschechien kontrolliert worden. Bei der Überprüfung rückte der Mann dann einige Gramm Crystal Speed heraus, die er in seiner Unterwäsche über die Grenze geschmuggelt hatte. Seine Begleiterin zeigte sich recht erstaunt und hatte vom Schmuggel nichts mitbekommen.

Eine kleine Menge Crystal Speed fanden die Beamten bei einem 24-jährigen Tschechen, der in Deutschland wohnt. Deponiert hatte er die Droge hinter dem Etikett einer Getränkeflasche.

Fündig wurden die Schleierfahnder auch bei zwei Männern aus Hessen. Beim 27-jährigen Beifahrer entdeckten sie im Gepäck in einer Blechdose eine kleine Menge Amphetamin und einen Joint. Außerdem hatte er sich auf einem Asiamarkt in Tschechien drei Schlagringe zugelegt, die allerdings nach dem deutschen Waffengesetz verboten sind.

Nicht fahrtüchtig

Der 49-jährige Fahrer kam auch nicht ungeschoren davon. Bei ihm bemerkten die Beamten Anzeichen von Drogenkonsum. Nachdem der Vortest positiv verlief, war eine Blutentnahme im Krankenhaus unumgänglich. Nachdem die Anzeigen geschrieben waren, mussten die Hessen erst einmal eine Zwangspause einlegen, da keiner der beiden fahrtüchtig war.
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