Aktionen in der ganzen Stadt

Rund 100 Besucher waren zur Infoveranstaltung über die Bayern-Rundfahrt ins Waldsassener Rathaus gekommen. Bild: kgg
Lokales
Waldsassen
15.01.2015
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Bis zu 5000 Sportler und Besucher kommen am 13. Mai im Zuge der Bayern-Rundfahrt in die Klosterstadt. Rund 100 Teilnehmer einer Infoveranstaltung befassten sich am Montag im Rathaus mit wichtigen organisatorischen Fragen.

"Mit ihr bekommen wir ein Highlight, das sicherlich nicht so schnell wiederholt werden wird", sagte Bürgermeister Bernd Sommer über die Großveranstaltung und zog eine Parallele zur Tour de France. Sommer zeigte sich überrascht von der Vielzahl an Besuchern, darunter auch die Bürgermeister Klaus Meyer (Neualbenreuth) und Max Bindl (Konnersreuth). Mit dabei waren auch Hauptorganisator und Rundfahrtleiter Ewald Strohmeier sowie Walter Oestreich und Betreuungsarzt Dieter Schraml aus Friedenfels.

"Wir wollen uns so engagieren, dass bei einer anderen zu organisierenden Rundfahrt Ewald Strohmeier sagen kann: Schaut euch die Waldsassener an, die haben hier Großes geleistet", betonte Bernd Sommer. Im Anschluss an eine kurze Videopräsentation durch Beatrix Rustler ging Ewald Strohmeier näher auf den Ablauf ein. Die fünf Etappen vom 12. bis zum 17. Mai führen von der Oberpfalz über Ober- und Unterfranken mit einem kurzen Abstecher nach Thüringen schließlich nach Mittelfranken. Regensburg, Waldsassen, Selb, Ebern, Haßfurt und Nürnberg bilden dabei die Etappenziele. Die komplette Organisation übernähmen ehrenamtlichen Helfer, die über die Jahre hinweg schon zu einer Familie zusammengewachsen seien.

In Waldsassen fahren die Radler über die Pfaffenreuther Straße ein und nehmen dann nicht gleich Kurs auf den Zielpunkt, sondern absolvieren noch zweimal einen 20 Kilometer langen Rundkurs. So geht es über die Lämmerstraße, die Joseph-Wiesnet-Straße, die Adalbert-Stifter-Straße, die Schillerstraße und die Karolinenstraße in Richtung Neualbenreuth und über Pfudermühle, Poxdorf, Wernersreuth und Pfaffenreuth zurück nach Waldsassen.

Strohmeier machte deutlich, dass die Radler natürlich eine große Portion Motivation benötigten, weshalb möglichst viele Leute entlang der Strecke stehen sollten. "Die Bayernrundfahrt ist das größte Profi-Radrennen in Deutschland", sagte Strohmeier. Daher sei es wünschenswert, dass sich eine Stadt von ihrer besten Seite zeigt. Wichtig sei dabei auch ein buntes Rahmenprogramm.

Bürgermeister Sommer fragte daraufhin reihum, wie ein solches Programm gestaltet werden könnte. Viele der anwesenden Vereinsvertreter zeigten sich zunächst etwas überrascht, gleich konkrete Ideen beisteuern zu sollen. Generell erklärten sie sich jedoch zur Mitarbeit bereit. Die Schulleitungen bat Bürgermeister Sommer darum, den Unterricht am 13. Mai früher zu beenden.

Keine Hausaufgaben

Grundschulrektorin Maria Piendl versicherte, dass Schüler an diesem Tag keine Hausaufgabe bekommen, sondern dazu animiert würden, mit Fähnchen winkend am Straßenrand zu stehen. "So ähnlich könnte es auch bei der Mittelschule der Fall sein", bemerkte Rektor Willi Prechtl. Er hielt es auch für vorstellbar, an diesem Tag Plakate eines vorangegangenen Wettbewerbs in den Schaufenstern zu präsentieren. Mit Tanzvorführungen könnte eventuell die Mädchenrealschule für Unterhaltung sorgen, wie es vonseiten der Schulleitung hieß.

Aus den Reihen der Musikkapellen kam die Anregung, an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet aufzuspielen. Turnverein-Vorsitzende Silva Stark brachte Rhönrad-Vorführungen und Tanzeinlagen auf der Bühne im Hof der Grundschule ins Gespräch. Die Firma Ghost wolle ihre gesamte Produktpalette zeigen. An die Vertreter der Aktionsgemeinschaft Waldsassen und Umgebung (AGW) richtete Bürgermeister Sommer die Bitte, die Mitgliedergeschäfte zu einer besonderen Schaufenstergestaltung zu animieren. Die Organisation der Bewirtung der Sportler und Besucher soll bei einem eigenen Koordinationsgespräch geklärt werden.

Keine leichte Aufgabe

Der Leiter der Polizeiinspektion Waldsassen, Erster Polizeihauptkommissar Reinhold Schreyer, sah in der Begleitung der Großveranstaltung keine leichte Aufgabe auf die Polizei zukommen. Er gab zu verstehen, dass dies ohne die Unterstützung durch die Freiwillige Feuerwehr nicht zu stemmen sein werde.

Die Idee, schon im Vorfeld auf das Großereignis einzustimmen, brachte Roman Pritzl vom Motorradclub vor. Weil mit Gerhard Rozanowske ein erfolgreicher Radsportler in Waldsassen ansässig sei, wäre es nach Ansicht Pritzls wohl machbar, am Sonntag zuvor eine eigene Radsportveranstaltung durchzuführen. "Dabei könnten alle Waldsassener Radler mit dem Bürgermeister den 20-Kilometer-Rundkurs abfahren." Dieser Vorschlag stieß gleich auf Begeisterung und Gerhard Rozanowske erklärte sich auch bereit, die Organisation zu übernehmen.

Polizeihauptkommissar Reinhold Schreyer wies allerdings darauf hin, dass auch eine solche Aktion ohne polizeiliche Absicherung der Strecke nicht durchführbar sei.
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