Arbeitseinsatz im "Malzerstadl"

Bürgermeister Bernd Sommer (links) zusammen mit den beiden Vorsitzenden des Kunstvereins, Wolfgang Horn und Markus Braun (von rechts). Letzterer koordiniert als verantwortlicher Architekt die Arbeiten. An der Wand lehnen die inzwischen gestrichenen Bretter für die Deckenverschalung. Bild: pz
Lokales
Waldsassen
21.10.2015
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"Die Musik habe ich heute gebucht", informiert Wolfgang Horn. Die Gruppe "Treibhauz", die beim Bürgerfest 2014 in der Kunstgasse für Stimmung sorgte, wird am ersten Juli-Sonntag 2016 wieder spielen - dann aus besonderem Anlass.

"Bis dahin geht's wie weit", sagt Bürgermeister Bernd Sommer über den geplanten Baufortschritt im Anwesen in der Stadtmitte mit der Flurnummer 1. Die beiden Vorsitzenden des "Kunstvereins Waldsassen" stimmen gerne zu: Wolfgang Horn freut sich, dass es nun unter der Federführung der Stadt Waldsassen weitergeht. Markus Braun, der das Projekt als verantwortlicher Architekt betreut, sieht ob seiner Erfahrung keine Probleme mit dem Zeitplan. Sommer hat das Projekt inzwischen zur Chefsache erklärt und will sich beim weiteren Baufortschritt eng eingebunden wissen.

Für den Umbau vom "Malzerstadl" zum Kunsthaus Waldsassen fiel am Kirwa-Montag der symbolische Startschuss. Am Wochenende hatten sich Vereinsmitglieder zum Arbeitseinsatz getroffen: Bretter für die Innen-Verschalung der Dachfläche waren zu streichen. Nun lehnen die etwa fünf Meter langen Teile an den Außenwänden des großen und beeindruckenden Raumes. Er gibt den Blick frei hinauf bis unters Dach. Ein Holz-Kubus wird den Raum künftig gliedern. Auf 3,50 Metern Höhe entsteht eine weitere Ebene. Barrierefreiheit garantiert ein Aufzug.

Dach-Erneuerung

Ein fahrbares Gerüst ist bereits aufgebaut, auch die Außenfassade ist eingerüstet. Das Dach wird in den nächsten Wochen erneuert und gedämmt, allerdings nur abschnittsweise. "Es könnte ja mal regnen zu dieser Zeit", sagt Braun. Zuvor muss der Dachstuhl geschliffen und geölt werden. Im Erdgeschoss beginnen die Arbeiten in Kürze - der Einbau von Sanitäranlagen und eines kleineren Ateliers, in dem Kunstschaffende arbeiten können. "Das ist das, was mich interessiert, zeigt Bernd Sommer auf die Aufstellung mit der Kostenübersicht und dem ausgewiesenen Anteil der Stadt Waldsassen - rund 140 000 Euro. Der Verein "Kunsthaus Waldsassen", der das Projekt einst initiierte, ist mit Eigenleistungen dabei. Ein Job für Mitglieder des Kunsthauses etwa ist die Öffnung der Betondecke für den Aufzug. "Wenn wir einweihen, dann soll das Ding auch fertig sein." Die nächsten Schritte, sagt Horn, sollen nicht unter Zeitdruck folgen.

Als erste Ausstellung zur Eröffnung ist eine Dokumentation über Historie und Werdegang des Kunsthauses geplant. Dort werden künftig auch alle kulturellen Termine stattfinden, die früher im Rathaussaal über die Bühne gingen - Buchvorstellungen und Lesungen oder auch einmal ein interessanter Vortrag der Industrie- und Handelskammer über Kreativwirtschaft, wie Bürgermeister Sommer sagt. Der Rathaussaal werde nur mehr Raum sein "für Sitzungen und Tagungen am Tisch".
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