Areal total zentral

Zum "Business Park Waldsassen" werden soll das frühere Bergauer-Gelände. Die gut 10 000 Quadratmeter große Fläche mit mehreren Gebäuden hat eine Eigentümer-GmbH erworben. Das Bürohaus (Bild) mit dem markanten Doppelgiebel hat die Firma CJS-Bürodienstleistungen gemietet. Bild: kgg
Lokales
Waldsassen
20.12.2014
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Das Objekt war lange Zeit verwaist. Doch seit einigen Monaten parken tagsüber wieder Autos auf dem früheren Bergauer-Gelände. Es gehört inzwischen der "Business Park Waldsassen GmbH".

Große Pläne hat Geschäftsführer Dr. Klaus Pappenberger mit dem Grundstück in bester Innenstadtlage. Im Moment ist nur das markante Bürohaus mit dem Doppelgiebel genutzt. Die anderen Gebäude sollen folgen. "Schritt für Schritt" will Dr. Pappenberger die Renovierung der einzelnen Gebäude angehen. "Es ist mein Plan, dass wir in fünf Jahren durch sind." Dann, sagt der Chef, wäre der "Business Park Waldsassen" auch "vorzeigbar".

Nur aufs Bürohaus scharf

Der Unternehmer war lange Zeit im Prinz-Ludwig-Center ansässig, suchte aber größere Räumlichkeiten. "Im Herbst 2013 haben wir uns verschiedene Objekte angeschaut." Bei den Recherchen kam auch das Bergauer-Areal ins Spiel. "Wir wären nur auf das Bürogebäude scharf gewesen", sagt der Geschäftsführer ohne Umschweife. "Aber es gab nur das ganze Paket."

Das gut 10 000 Quadratmeter große Objekt, das im Wege der Zwangsversteigerung angeboten worden war, konnte die im Februar 2014 gegründete Firma "Business Park Waldsassen" letztendlich im freien Verkauf erwerben - nach mehreren Verhandlungsrunden, nachdem sich sonst niemand für das Objekt interessiert habe. Über den Kaufpreis ist Stillschweigen vereinbart worden.

Auf dem Grundstück stehen neben dem - jetzt wieder bezogenen - ehemaligen Bergauer-Bürohaus auch weitere Gebäudeteile, mit weiteren Büros sowie eine Art Musterhaus, das ebenfalls als Büro diente. Diese Objekte wären aber alle momentan nicht nutzbar, erklärt Dr. Pappenberger etwa über die Maschinenhalle. "Guten Gewissens kann man da niemand reinlassen." Das Dach sei nicht gedämmt.

"Wir haben nicht viel verändert", erzählt der Diplomkaufmann über die Renovierungsmaßnahmen bis zum Bezug des Bürohauses im Frühsommer. Nur kosmetische Arbeiten seien erledigt worden - etwa frische Farben an den Wänden. Allerdings hätten Relikte aus alten Bergauer-Zeiten fachgerecht entsorgt werden müssen, darunter meterlange Reihen mit Aktenordnern. Dr. Pappenberger schwärmt vom besonderen Wert des innerstädtischen Grundstücks - mit viel Platz für Parkflächen und in zentraler Lage Waldsassens. Alternativen außerhalb des bisherigen Firmenstandorts hätte es wohl gegeben. Doch der Geschäftsführer wollte seinen Mitarbeitern - weitgehend alle aus dem Landkreis Tirschenreuth - nicht zu lange Wege zumuten.

"Superlage"

In einem Industriegebiet wären die Mitarbeiter weg vom Schuss; jetzt dagegen sei der Firmensitz "in einer Superlage, zentraler geht's ja schon fast nimmer." Und wenn erst einmal die Bundesstraße auf die neue Trasse verlegt und die Innenstadt vom Durchgangsverkehr befreit sei, dann liege das Firmendomizil noch optimaler.

"Wir werden das so herrichten, dass es innerstädtisch etwas gleich schaut", sagt Dr. Pappenberger und spricht von einer "spannenden Aufgabe". Die beiden Büro-Häuser an der Egerer Straße könnten, falls CJS keinen eigenen Bedarf hätte, von der Eigentümer-GmbH auch an Ärzte oder Physiotherapeuten vermietet werden. (Info-Kasten)
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