Artenvielfalt und Lebensstil

Schülerinnen der Klasse 9b erläutern in ihrer Projektarbeit die Herstellung von "Terra preta". Bild: hfz
Lokales
Waldsassen
05.05.2015
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Äpfel soll man bekanntlich nicht mit Birnen vergleichen. Manchmal aber doch. Etwa wenn es um das Thema Biodiversität geht.

Die biologische Vielfalt und deren nachhaltige Nutzung präsentierten die Schülerinnen der 9. Klassen der Mädchenrealschule. Knapp zwei Monate lang erarbeiteten die Mädchen selbstständig in Kleingruppen das Thema. Dabei ging es auch um die Frage, wie die Biodiversität mit unserem Lebensstil zusammenhängt.

Zunächst verglichen die Schülerinnen allgemein Gärten früher und heute, betrachteten den Wandel des Obst- und Gemüseanbaus in privaten Gärten und stellten neuere Formen, wie beispielsweise die Gartenkooperative in Freiburg oder das Kartoffelkombinat vor. Mit Äpfeln, Birnen und den für einige zunächst etwas unbekannteren Quitten wurden außerdem einzelne Obstsorten genauer unter die Lupe genommen.

Selbst die Veredelung der Obstbäume wurde anschaulich dargestellt und erklärt. Ein eigenes Thema stellte in Bezug auf ertragreiche Obsternten natürlich auch die Bienenhaltung dar. Die Ergebnisse wurden, wie bereits in den letzten Jahren, vor allem mit Powerpoint präsentiert, allerdings waren die Schülergruppen auch sehr kreativ und zögerten nicht, aufwendige Modelle zu bauen und eigene Experimente durchzuführen, um das jeweilige Thema anschaulicher und verständlicher "an den Mann" zu bringen.

Mit einer Art "Messe" wurde in diesem Schuljahr eine andere Form der Präsentation ausprobiert. Die fünf Gruppen baute Stände in verschiedenen Klassenzimmern auf und legten zahlreiche, meist selbst gestaltete Informationsbroschüren aus. So wurde zum Beispiel auf virtuelles Wasser eingegangen, in Bezug darauf wiederum wurden Alternativen zur Baumwoll-Verwendung erläutert. Mit "Terra preta" wurde eine umweltfreundliche Form der Bodenerneuerung angesprochen. Auch vegetarische und vegane Lebensformen wurden dargestellt. Da durften zahlreiche, sehr schmackhafte Rezeptvorschläge nicht fehlen.

Die Umsetzung der Projektpräsentation, bei der fächerverbindend in den Informationstechnologie, Chemie und Erdkunde gearbeitet wurde, war insgesamt wieder ein voller Erfolg. Dabei sammelten die Schülerinnen vor allem im Hinblick auf ihr künftiges Berufsleben wertvolle Fertigkeiten und Fähigkeiten.

Denn das Agieren in einem zufällig zusammengesetzten Team, Gruppenmitglieder und deren Aufgaben zu koordinieren, Ergebnisse schlüssig zusammenzutragen sowie die Informationen und Resultate selbstbewusst und überzeugend vor Publikum zu präsentieren und dabei auch den Umgang mit unterschiedlichen Medien einzuüben, sind Kompetenzen, die die Schülerinnen für die Berufswelt qualifizieren.
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